Fußball-Oberliga: SV Spielberg – FC 08 Villingen (Samstag, 15 Uhr) Nach den zwei verlorenen Punkten von Friedrichstal möchte der FC 08 beim Vorletzten in Spielberg unbedingt gewinnen. Am Donnerstagnachmittag schockte die Verantwortlichen aber zunächst einmal die nun feststehende Diagnose beim verletzten Nico Tadic: Er hat einen Kreuzbandriss sowie einen Außenbandriss erlitten und wird vermutlich Ende nächster Woche operiert. Tadic ist somit der sechste Spieler binnen zwei Jahren, der sich bei den Villingern einen Kreuzbandriss zugezogen hat und für einige Monate ausfällt.

Nichtsdestotrotz muss Trainer Jago Maric nach vorne schauen und seine Mannschaft auf die unangenehme Aufgabe in Spielberg einstellen. Die Nordbadener kämpfen verzweifelt um den Klassenerhalt und trotzten zuletzt zuhause dem Spitzenteam aus Freiberg ein 0:0 ab.

„Das wird nicht einfacher als in Friedrichstal, zumal auch Spielberg über keinen Kunstrasen verfügt und die Bedingungen wohl nicht optimal sein werden“, schwant Maric. Der FC 08-Coach wollte sein Team nach dem Unentschieden beim Schlusslicht nicht zu sehr in den Senkel stellen, betont aber: „Es ist aber klar, dass wir da zu wenig gemacht haben.“ Man habe keine richtigen Mittel gegen eine auf engem Platz engagiert verteidigende Mannschaft gefunden. „Vor allem im letzten Drittel muss da mehr von uns kommen.“ Klar sei, dass es beim Auftritt in Spielberg keinen Schönheitspreis gebe. Maric: „Es zählen nur die drei Punkte. Da müssen wir eben zur Not einen dreckigen Sieg landen." Gleichwohl erwartet Maric, dass der SVS etwas mehr auf die spielerische Komponente setzt als der letztwöchige Gegner. „Wir müssen so oder so unsere Qualität auf den Platz bringen und uns auch im Eins-gegen-Eins durchsetzen.“

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Personell gibt es beim FC 08 eher wenig Neues: Patrick Haag ist wieder ins Training eingestiegen, für ihn kommt die Partie aber noch zu früh. Zumindest leichtes Mannschaftstraining bestreitet auch schon wieder Stjepan Geng (Maric: „Er ist ein absoluter Beißer“), doch will man bei ihm ebenso behutsam vorgehen wie bei Daniel Wehrle, der nach seiner Handverletzung zumindest wieder mit dem Lauftraining begonnen hat.

Bleibt der Kader von der Friedrichstal-Partie, wobei sich die Startformation wohl nur unwesentlich verändern wird. „Wichtig wäre für uns, ein möglichst frühes Tor zu erzielen. So lange es 0:0 steht, ist es immer brandgefährlich“, gibt der Trainer den Matchplan vor.

Einen weiteren Grund, möglichst einen Auswärts-Dreier zu erzielen, hat das Team auch noch: Man will möglichst ideale Werbung machen für die Partie gegen den derzeitigen Tabellenführer SSV Reutlingen, die eine Woche später im heimischen Friedengrund ansteht.