Volleyball, Dritte Liga, Damen: SVK Beiertheim – TV Villingen 3:1 (25:18, 22:25, 25:18, 25:20). (daz) Wie befürchtet war für die Villinger Volleyballerinnen beim heimstarken Tabellenzweiten, der in eigener Halle noch keinen Punkt abgegeben hat, nichts zu holen. Villingen ist durch die Niederlage erneut auf den letzten Tabellenplatz abgestürzt. Viel schlimmer ist indes, dass mit Ramona Dietrich nun bereits die dritte Stammspielerin für den Rest der Saison ausfällt. Villingen hat somit keine gelernte Zuspielerin mehr im Team.

Es passierte am Freitag im Training, als Dietrich umknickte und sich die Außenbänder riss. Die Spielerin muss zwar nicht operiert werden, hat aber mindestens sechs Wochen Sportverbot. Zuvor war mit Nikola Strack bereits die zweite Zuspielerin mit einem Fußbruch ausgeschieden. Zudem fehlt Allrounderin Lisa Spomer nach einem Kreuzbandriss. Trainer Sven Johansson und das ganze Team waren geschockt und dennoch fand der Coach eine neue Lösung. Michelle Feuerstein und Klara Single spielten abwechselnd diagonal und im Zuspiel. "Beide kennen die Position nicht, haben es aber gut gelöst. Letztendlich haben wir auch nicht deshalb verloren. Wir haben bei der Annahme in einigen Situationen geschwächelt und das hat Beiertheim geholfen und genutzt. Für uns wäre ein Punkt möglich gewesen. Dennoch gibt es von mir keinerlei Kritik, denn mannschaftlich haben wir nach dem erneuten Rückschlag nicht enttäuscht", resümiert Johansson.

Villingen startete mit Single und Feuerstein auf den genannten Positionen. Auf Annahme außen spielten Julia Reich und Maria Kühne. Im Mittelblock brachte Johansson mit Felicitas Piosssek, Nina Gass, Jule Gaisser und Michelle Spomer alle möglichen Alternativen. Hinzu kam Libera Sonja Kühne. Zunächst war kein Unterschied zwischen beiden Teams zu sehen. Villingen hielt gut mit und glich Rückstände immer wieder aus. Erst gegen Ende des Satzes setzte sich Beiertheim ab. Die Polin Sandra Szychowska, die beim Zweitligisten VC Offenburg trainiert, machte nun den Unterschied aus. Sie spielte ihre körperlichen Vorteile aus.

Nach dem Seitenwechsel agierte Villingen vom 0:1-Satzrückstand unbeeindruckt. "Wir haben Vollgas gegeben", so Johansson. Das Wechselspiel zwischen Feuerstein und Single klappte, zumal Villingen nun auch zahlreiche Angriffe zu Punktgewinnen nutzte. Mit dem Satzausgleich überraschte Villingen die Gastgeber und zeigte, dass der Unterschied zum Tabellenzweiten doch nicht so groß wie befürchtet war. Auch in den Sätzen drei und vier hielt Villingen die Partie lange offen. Wie schon im ersten Satz gelang oft der Ausgleich. Aber wie zu Spielbeginn zog Beiertheim erneut gegen Ende der Sätze auf und davon. Da spielte der Gastgeber, auch dank Szychowska, seine Vorteile aus.