Jugendfußball: Die vier Donaueschinger Fußballklubs SSC, FVD, FC Pfohren und FC Wolterdingen bündeln im Nachwuchs ihre Kräfte. Ab dem 1. Juli bildet das Vereinsquartett im Bereich der A- und B-Junioren eine neue Spielgemeinschaft. Dabei werden die A-Junioren unter dem Namen SG Pfohren und die B-Junioren unter dem Namen SG SSC Donaueschingen firmieren. Aktuell sind rund 60 junge Fußballspieler in das Projekt eingebunden.

„Im vergangenen November sind wir das Thema offensiv angegangen und haben sehr fruchtbare Gespräche miteinander geführt. Die Lösung kann sich sehen lassen“, sagt Jugendkoordinator Markus Böll vom SSC. Mit Ralf Hölderle (FV), Günter Hösel (Pfohren) und Alex Steudtner (Wolterdingen) fand Böll interessierte Mitstreiter, um mittel- bis langfristig zusammen zu arbeiten. Böll: „Unser Ziel ist es, jungen Fußballern eine gute sportliche Ausbildung zu bieten, um den ersten Mannschaften qualitativ hochwertige Talente zur Verfügung zustellen.“

Vereinbart wurde, dass die A-Jugendspieler beim Übergang in den Männerbereich sich wieder ihren Heimatvereinen anschließen. „Das wird im Interesse aller vier Vereine so gehandhabt. Es wird keine offensiven Abwerbungen geben“, betont Hösel.

Für die A-Junioren stehen mit Martin Bührig, Dirk Neumann und Francesco Cortese drei Pfohrener Trainer zur Verfügung, die viel Erfahrung mitbringen. Für die B-Junioren hat der SSC die Trainer Dusan Dinic, Benni Otto und Jürgen Becker abgestellt. Aus Wolterdingen kommen Rafael Maier und Simon Reichmann hinzu.

Die Heimspiele der Mannschaften, geplant sind jeweils zwei Teams in beiden Altersklassen, sollen im Wechsel auf allen vier Plätzen der beteiligten Vereine ausgetragen werden. Mit den A1- und B1-Junioren werden mittelfristig vordere Platzierungen in der Bezirksliga angestrebt. „Wir werden aber auch die zweiten Mannschaften in beiden Altersklassen nicht vernachlässigen. Sie sind uns gleich viel wert“, unterstreicht Böll. Integriert werden sollen auch ausländische Jugendliche, die allein und ohne Begleitung nach Deutschland gekommen sind.

Die Förderung in der Breite und der Spitze ist das klare Ziel der neuen Verbindung. Die B-Junioren sollen im Donaueschinger Haberfeld die guten Trainingsmöglichkeiten nutzen, die A-Junioren die Möglichkeiten in Pfohren. Von dort kommen in der neuen Saison auch rund zwei Drittel der A-Jugendspieler. „Wir haben eine gute Lösung gefunden, von der in den kommenden Jahren alle vier Vereine profitieren sollen und mit Sicherheit auch werden“, ergänzt Böll.