Fußball-Landesliga: SV Geisingen – FC Neustadt (Samstag, 15 Uhr). Zwei Teams aus dem Tabellenkeller stehen sich am Samstag in Geisingen gegenüber. Während die Gastgeber seit dem 23. September auf einen Sieg warten, haben die Gäste in den vergangenen zwei Partien die Maximalpunktzahl eingesackt. Mit dem bisherigen Saisonverlauf sind allerdings auch die Neustädter nicht zufrieden. Ein Unentschieden, wie im Hinspiel, würde wohl eher den Gästen helfen.

Geisingen zeigte am Mittwochabend bei der 1:3-Niederlage gegen DJK Donaueschingen eine gute erste Halbzeit. „Daran sollten wir anknüpfen“, sagt Geisingens Spielertrainer Johannes Amann. Dass es im Verlauf der zweiten Halbzeit nicht zu einem Punktgewinn reichte, war auch der Überlegenheit des neuen Spitzenreiters geschuldet. „Wir haben aus der Partie dennoch viel Zuversicht und Mut mitgenommen“, ergänzt Amann. Er wird die Mannschaft mit seinen Co-Trainern dennoch umstellen, teils gewollt, teils ungewollt. Torhüter Alkall Fadera, der sich am Mittwoch nach 72 Minuten ohne Fremdeinwirkung verletzte, wird eher nicht zwischen den Pfosten stehen. Pascal Graf ist somit erste Wahl. Hinzu kommen Spieler wie Fabian Federle, der am Mittwoch wegen seines Studiums nicht zur Verfügung stand. Weiterhin kein Thema ist Dominik Herfort, der angeschlagen ist und aus beruflichen Gründen ohnehin nicht zur Verfügung steht. Auch wenn für die Geisinger im letzten Spiel kein Tabellensprung möglich ist, wollen die Gastgeber den Abstand von acht Punkten zum ersten Nichtabstiegsplatz verkürzen, um nach der Winterpause überhaupt noch eine Chance zu haben.

Auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht aktuell der FC Neustadt. Nur zu gern möchten die Hochschwarzwälder die Platzierung nicht nur verteidigen, sondern sich im besten Fall ins Tabellenmittelfeld verabschieden. „Die Erfahrung lehrt, dass eine Mannschaft nach einem Trainerwechsel immer ein paar Prozentpunkte mehr abruft. Das macht für uns die Sache in Geisingen nicht einfacher. Andererseits haben wir uns zuletzt viel Selbstvertrauen zurückgeholt. Die breite Brust sollten wir nun in Geisingen zeigen“, fordert Neustadts Trainer Benjamin Gallmann. Er muss jedoch auf Sascha Waldvogel und Dominik D’ Antino verzichten, die aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung stehen. Dafür ist Jonas Feser wieder dabei, der zuletzt einen starken Eindruck hinterließ.

Auch Gallmann denkt vor der Partie bereits an die Frühjahrsrunde. „Mit drei Punkten würden wir unsere Ausgangsposition deutlich verbessern, um in der zweiten Saisonhälfte eine noch bessere Bilanz zu erzielen.“ Der Trainer hat seinen Spielern eingeimpft, Geisingen nicht am Tabellenplatz zu messen und über 90 Minuten eine konzentrierte Leistung abzurufen. Sollte das gelingen, sollte Neustadt die Qualität haben, um Gallmanns wichtigsten Wunsch zu erfüllen: „Ich möchte die Heimreise keinesfalls mit leeren Händen antreten.“