Basketball, ProB: Mit dem souveränen 82:65-Sieg über die RheinStars Köln machten die Wiha Panthers Schwenningen einen weiteren Schritt in Richtung Heimvorteil in den Playoffs. Zudem zeichnet sich die vorzeitige Rückkehr des Kapitäns ab.

Erfolgreiche Justierung: Mit zwei erfolgreichen Distanzwürfen starteten die Panthers am Sonntag gegen Köln in die Partie. Was dann folgte, war nahezu ein Dreierregen. Ganze 14 Mal warfen die Schwenninger in Hälfte eins von jenseits der Dreierlinie, jedoch fielen nur drei davon durch den Ring. „Köln wollte uns werfen lassen, weil wir an der Dreierlinie ein eher schlechtes Team sind. Ich habe den Spielern dann gesagt, dass sie zu werfen aufhören und stattdessen geduldig unser System ausspielen sollen“, erläutert Trainer Alen Velcic seine Maßnahmen. Diese fruchteten: In Hälfte zwei gab es nur fünf weitere Dreierversuche, stattdessen punkteten die Hausherren vor allem über den starken Bill Borekambi oft in Korbnähe.

Luft nach oben: Ende November verpflichteten die Panthers mit Anell Alexis einen Spieler, der die Schwenninger vor allem dank seines Status als Local Player dringend benötigte Tiefe auf den Flügeln bescherte. Zum echten Leistungsträger ist der zwei Meter große US-Amerikaner mit panamaischem Pass aber noch nicht avanciert. Auch am Sonntag gegen Köln zeigte der 28-Jährige in nicht einmal acht Minuten eine unglückliche Vorstellung und blieb ohne Korberfolg. Velcic kennt die Gründe: „Anell ist in unserem System noch nicht so richtig angekommen und braucht noch etwa ein bis zwei Monate. Er versteift sich noch zu sehr auf den Wurf, anstatt zum Korb zu ziehen“, so der Trainer, der aber spätestens in der heißen Phase der Saison einen Alexis in Bestform erwartet. „In den Playoffs wird Anell ein ganz neuer Spieler sein und uns mit seiner Athletik und Erfahrung weiterhelfen.“

Rückkehr in Sicht: Ebenfalls Ende November erreichte die Panthers die niederschmetternde Nachricht, dass ihr Kapitän Kosta Karamatskos mit einem Bizepssehnenriss im rechten Oberarm wahrscheinlich für den Rest der Saison ausfallen würde. Eine erfolgreiche Operation und zahlreiche Reha-Maßnahmen später macht die neueste Prognose Hoffnung auf eine baldige Rückkehr des Spielführers. „Die Ärzte haben Kosta grünes Licht gegeben, er wird in dieser Woche langsam ins Training einsteigen. Wir werden ihm aber keinen Druck machen“, erklärt Velcic. Spätestens in der ersten Playoff-Runde Anfang März soll Karamatskos, der am Montag seinen 33. Geburtstag feierte, wieder auf das Parkett zurückkehren und Teil der Panthers-Rotation sein.

Fluch und Segen: Solange Karamatskos nicht wieder in Bestform ist, wird ihn Ersatzmann Abdulai Abaker weiterhin auf der Spielmacherposition vertreten. Abaker erlebte einen durchwachsenen Saisonstart, blüht nun aber seit dem Ausfall von Karamatskos in veränderter Rolle als fester Spielgestalter auf. Der 22-Jährige überzeugt mit starker Defensivarbeit und immer besserer Spielgestaltung. „Kostas Verletzung war Fluch und Segen zugleich. Einerseits kommt Abaker dadurch zu mehr Spielzeit und wird immer besser. Gegen Köln hat er wieder ein super Spiel gemacht. Andererseits fehlt uns Kosta in der Rotation, weshalb Abdulai zum Teil sehr viel spielen muss“, erklärt Velcic.

Perfektes Wochenende: Der vergangene Spieltag hätte aus Panthers-Sicht nicht besser laufen können. Die Fraport Skyliners Juniors, der ärgste Widersacher im Rennen um den anvisierten zweiten Tabellenplatz, ließen in Leverkusen Federn und haben nun einen Sieg weniger auf dem Konto als die Panthers. Auch Erfurt und Coburg, zwei weitere Teams der oberen Tabellenhälfte, mussten Niederlagen einstecken. Apropos Coburg: Am Samstag empfangen die Schwenninger die Oberfranken.