Fußball, südbadischer Verbandspokal: Beim FC 08 Villingen fiebert man bereits jetzt dem 15. Juni entgegen. An diesem Tag wird im Fußball-Museum in Dortmund ausgelost, wie der Gegner der Nullachter in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde (9. bis 12. August) heißt. „Es wird definitiv jemand vom Vorstand nach Dortmund fahren. Wer, werden wir noch entscheiden“, sagt Geschäftsführer Mario Ketterer.

Geplant sei außerdem, den Fans die Möglichkeit zu geben, die Auslosung gemeinsam im Bereich des heimischen Stadions anzuschauen. Vor drei Jahren verfolgten die FC 08-Anhänger in der Stadiongaststätte die Ziehung, bei der den Nullachtern der FC Schalke 04 zugelost wurde.

Nummer fünf: FC 08-Trainer Jago Maric hat am vergangenen Samstag in Pfullendorf bereits zum fünften Mal den südbadischen Pokal gewonnen. In den Jahren 2005, 2007 und 2009 war er jeweils Kapitän der Villinger Mannschaft, 2016 und 2019 Chefcoach. Wahrlich eine beeindruckende Bilanz. Außer dem neunfachen Pokalsieger Villingen hat kein Verein in Südbaden im seit 74 Jahren ausgetragenen Verbandspokal öfters gewonnen als Maric. Fünf Pokalerfolge als Trainer oder Spieler sind in Südbaden rekordverdächtig.

Ausnahme: Als es direkt nach dem Pokal-Triumph gegen den 1. FC Rielasingen-Arlen darum ging, wie die Wunschgegner der Villinger im DFB-Pokal heißen, fielen immer und immer wieder zwei Namen: Bayern München und Borussia Dortmund. Eine Ausnahme war dabei Torhüter Christian Mendes. „Ein Gegner, der eher bezwingbar ist, wäre mir lieber als ein Spitzenteam aus der Bundesliga“, sagte der 46-Jährige.

Villingen bevorzugt: Ziel des FC 08 bleibt es, das Erstrundenspiel im DFB-Pokal in der heimischen MS-Technologie-Arena auszutragen. Sollte es ein Traumlos in der Kategorie Bayern München oder Borussia Dortmund geben, wird man allerdings um einen Umzug nach Freiburg oder gar nach Stuttgart kaum herumkommen. Was das heimische Stadion am Friedengrund betrifft, so hat dies derzeit ein offizielles Fassungsvermögen von nur 4999. In Gesprächen mit der Stadt Villingen-Schwenningen wolle man aber in den nächsten Wochen versuchen, die Genehmigung für eine größere Zuschauerkapazität zu erhalten, wie Architekt Andreas Flöß, Beiratsvorsitzender des FC 08, am Montag bestätigte. 2007 gegen den SC Freiburg (10.000) oder 2009 gegen den FC St. Pauli (offiziell 8300) kamen deutlich mehr Zuschauer in den Friedengrund, als die aktuell vorgeschriebene Maximalzahl. Die generelle Tauglichkeit für eine DFB-Pokal-Partie in Villingen werde im August jedoch definitiv gegeben sein. Zusätzlich, so Flöß, werde das Stadion dann beispielsweise auch mit Flutlicht ausgestattet sein.

DFB-Pokal-Prämie: Der FC 08 kann sich durch die Teilnahme am DFB-Pokal auf eine satte Summe Geld freuen. Vom Deutschen Fußball-Bund fließen durch die Fernseh- und Vermarktungserlöse rund 120.000 Euro in den Schwarzwald. Vorjahres-Verbandspokalsieger SV Linx erhielt 121.000 Euro. Wer es in die zweite DFB-Pokal-Runde schaffte, bekam weitere 332.000 Euro hinzu. Insgesamt gab es vom DFB für jeden Erstrunden-Teilnehmer 166.000 Euro, allerdings flossen bei den Verbandspokal-Siegern davon 45.000 Euro an den jeweiligen Landesverband. Dieser Teil wird wiederum an die Teilnehmer im Verbandspokal aufgeteilt. Endspiel-Verlierer Rielasingen-Arlen bekommt dadurch als kleinen Trostpreis etwa 8000 Euro.

Ticket-Einnahmen: Wie in vielen Pokal-Wettbewerben üblich, wird auch im DFB-Pokal der Erlös der Tickets zwischen den Vereinen halbiert. Allerdings dürfen die Villinger von diesen Einnahmen durch den Karten-Verkauf zunächst 25 Prozent pauschal für die Organisation einbehalten. Danach wird zwischen den Nullachtern und dem Profiklub 50:50 aufgeteilt.

Stimmen und Videos vom Villinger Pokal-Triumph finden Sie hier: