Skicross: Kurz vor Weihnachten beschenkte sich die 22-jährige Skicrosserin Daniela Maier vom SC Urach schon selbst. Nach einer langwierigen Knieverletzung, durch die sie die Saison 2017/18 komplett abschreiben musste, feierte die Furtwangerin ein eindrucksvolles Comeback. Mit den Plätzen acht und 14 schaffte die bei der Bundespolizei angestellte Schwarzwälderin im italienischen Innichen auf Anhieb die Norm für die am 2. Februar beginnende Weltmeisterschaft in Park City (Utah). Am Wochenende möchte die Furtwangerin beim Weltcup-Rennen in Idre Fjäll (Schweden) diese Leistungen bestätigen und im besten Fall toppen.

Am Dienstag reisten die deutschen Skicrosser in Mittel-Schweden an. Am Mittwochvormittag folgte das erste Training. „Bei minus 13 Grad war es enorm kalt. Das ist schon eine Umstellung. Zum Glück haben wir noch ein paar Stunden, um uns an die Temperaturen zu gewöhnen“, sagte die Schwarzwälderin nach der ersten Übungseinheit. Die Strecke ist für sie nicht ganz unbekannt, denn schon vor zwei Jahren startete Maier hier. „Es gibt in Idre einige Schwierigkeiten zu beachten. Im unteren Streckenbereich wurden einige spektakuläre Sprünge eingebaut, die dicht aufeinanderfolgen. Technisch sehr anspruchsvoll und durchaus eine Herausforderung“, lautet das Urteil der 22-Jährigen nach den ersten Trainingsläufen. Genau diese Herausforderung ist es aber auch, was Skicrosser an ihrer rasanten Sportart lieben.

Daniela Maier startet als Zwölfte des Gesamtweltcups. Für die Skicrosser sind es am Samstag (ab 11.30 Uhr) und Sonntag (10.45 Uhr) die Weltcup-Wettbewerbe acht und neun in dieser Saison. Anschließend zieht der Tross weiter nach Nordamerika, wo in Kanada (Blue Mountain) eine Woche vor der Weltmeisterschaft noch ein weiterer Weltcup ausgetragen wird. Nach der WM kommt die Weltelite am 16. und 17. Februar zum Weltcup auf den Feldberg.

Zunächst aber geht es in Schweden um gute Platzierungen. Dass Daniela Maier die WM-Norm bereits in der Tasche hat, blendet die Furtwangerin am Wochenende aus. „Das war ein Bonus. Ich bin bereit, wieder meine besten Leistungen abzurufen. Die Form stimmt.“ Gesundheitlich fühlt sich die Schwarzwälderin aktuell wieder pudelwohl, achtet jedoch noch immer auf ihr Knie. „Es fühlt sich gut an. Ich hatte am Mittwoch keinerlei Probleme.“

Maier will die beiden Wettbewerbe in Idre nutzen, um weiteres Selbstvertrauen zu tanken. Sollte es mit ähnlichen Ergebnissen wie in Italien klappen, wäre ihr Comeback endgültig gelungen und die Vorfreude auf den Saison-Höhepunkt noch größer. Vielleicht gelingt es der Furtwangerin ja dann, sich erneut zu beschenken.