Skicross: Nach der Rückkehr von der Weltmeisterschaft in den USA, wo die Furtwangerin Daniela Maier zwei elfte Plätze erreichte, steht für die Skicrosserin vom SC Urach am Wochenende der Heim-Weltcup am Feldberg an. Mit einem sechsten Platz in der ersten Qualifikation lief es für die 22-Jährige am Donnerstag schon ausgezeichnet. „Die Strecke ist nicht sehr anspruchsvoll, aber die Schneebedingungen sind gut. Es passt soweit alles“, sagte Daniela Maier nach der ersten Qualifikation. Am Freitag folgt eine weitere Qualifikation, bevor es am Samstag und Sonntag ab 11.30 Uhr um gute Platzierungen und Weltcup-Punkte geht.

Der Feldberg und Daniela Maier – nicht immer war es eine Liebesbeziehung. Vor zwei Jahren zog sich die Furtwangerin dort eine schwere Knorpelverletzung zu und musste die gesamte Saison danach auslassen. „Wir fahren einen anderen Kurs als vor zwei Jahren. Im Kopf spielt der Sturz von damals keine Rolle mehr. Ich bin guter Dinge, diesmal gute Platzierungen zu erreichen. Auf der anderen Seite mache ich mir auch keinen Stress“, ergänzt die junge Sportlerin. Am vergangenen Wochenende hatte Daniela Maier bei einem Lauf im Europacup den vierten Platz belegt.

Seit Mittwoch ist das deutsche Team vor Ort und hat in einem Hotel am Titisee Quartier bezogen. Die ersten Trainingsläufe dienten dazu, sich mit der Strecke vertraut zu machen. Die aktuellen Bedingungen mit viel Sonnenschein versprechen zwei schöne Wettkampftage. Sie werden sicherlich auch viele Zuschauer an die Piste locken, die sich das Skicross-Spektakel anschauen möchten. Ob sich darunter auch ein Maier-Fanclub aus dem Schwarzwald befindet, vermag die 22-Jährige nicht einzuschätzen. „Ich lasse das auf mich zukommen. Natürlich ist Unterstützung immer schön, vor allem, wenn es sich um einen Heimwettkampf quasi vor der Haustür handelt. Mir ist es wichtig, die richtige Präzision in meinen Läufen zu finden.“ Obwohl die ehemalige Silbermedaillengewinnerin bei der Juniorenweltmeisterschaft 2015 zwischenzeitlich auch im bayerischen Rosenheim eine feste Wohnadresse hat, ist der Schwarzwald für Daniela Maier natürlich weiterhin die Heimat und ein Weltcup am Feldberg eine Top-Veranstaltung.

Für die Wettkämpfe am Samstag und Sonntag hat sich die Skicrosserin vorgenommen, etwas mehr ins Risiko zu gehen. „Ich will wieder an meine frühere Leistungsstärke anknüpfen, aber auch nicht überdrehen.“ Im Weltcup belegt sie vor dem Wochenende mit 110 Punkten Platz 17. Dass sie am Donnerstag beste deutsche Starterin war, weckt Hoffnungen, dass das Punktekonto Zuwachs erhalten könnte. Die Zeit von 48,78 Sekunden vom Donnerstag fühlt sich schon mal gut an, zumal der Rückstand von 0,42 Sekunden auf Qualifikationssiegerin Sandra Naeslund aus Schweden überschaubar ist. Vielversprechende Argumente, um am Wochenende gute Ergebnisse zu erzielen. Dann wäre das Malheur vor zwei Jahren am Feldberg endgültig vergessen.