Fußball-Kreisliga A, Staffel 1: Noch ein Sieg trennt den FC Dauchingen nach dem 4:1-Heimerfolg gegen Schönwald von der Meisterschaft und der Bezirksliga-Rückkehr. Die Elf von Trainer Uwe Gleichauf will gleich den ersten Matchball am Wochenende in Neukirch nutzen, um sich nicht unnötigen Druck anschließend gegen den ärgsten Verfolger FC Brigachtal auszusetzen. „Wir sind in einer guten Ausgangslage, mehr aber auch nicht. Schon das Spiel gegen Schönwald war enger, als es das Ergebnis ausdrückt. Man darf nicht vergessen, dass unser Torhüter Marc Kost zwei Elfmeter gehalten hat“, so Gleichauf.

Die Maximalpunktzahl zwölf mit 20:2 Toren holte der FC Brigachtal aus den vergangenen vier Partien. Vor den entscheidenden Spielen in Schönwald und in Dauchingen scheint die Form zu stimmen. „Wir spielen sehr zielstrebig, haben eine gute Einstellung und auch das Glück, keine verletzten Spieler zu haben. In der Mannschaft herrscht eine kleine Euphorie. Alle wollen unbedingt in die Bezirksliga-Aufstiegsspiele“, betont Trainer Werner Bucher nach dem 3:0-Heimerfolg gegen die DJK Villingen II. Allerdings monierte er, „dass wir nach der 2:0-Führung und der roten Karte gegen die DJK nicht mehr so konzentriert gespielt haben.“ Dass Bucher sein Amt nach der Saison abgibt, ist für den Übungsleiter kein Problem. Ihn ärgern andere Dinge. „Mit mir wurde nicht gesprochen. Ich war für alle Lösungen offen, aber man sollte vernünftig miteinander reden.“ Geschmunzelt hat Bucher, dass sein Nachfolger Svend Fochler anführt, dass für ihn bei einem Comeback nur der FC Brigachtal in Frage kam. Bucher: „Wo war Fochler vor eineinhalb Jahren, als ich geholt wurde. Wenn ihm Klengen so nah am Herz liegt, dann hätte er damals auch einsteigen können.“

Durch die unerwartete 1:3-Niederlage am Mittwoch gegen den FC Schonach II hat die SG Vöhrenbach/Hammereisenbach ihre Chancen auf Rang zwei wohl verspielt. Da tröstete der jüngste 3:0-Sieg gegen Pfaffenweiler II wenig. „Ich bin noch immer über die Niederlage in Schonach verärgert. So ein Spiel darfst du nicht verlieren. Wir haben zwar noch rechnerische Chancen, aber auch nur noch zwei Spiele“, analysiert Trainer Franz Ratz. Seine Elf spielt am Wochenende beim VfB Villingen und nach zwei Wochen Pause noch bei der DJK Villingen II. Ratz glaubt nicht, dass die auf Rang zwei liegenden Brigachtaler die vier Punkte Vorsprung noch verspielen werden. Er hofft, dass seine Elf in den restlichen Auswärtspartien noch einmal über sich hinauswächst, um für den Fall der Fälle da zu sein.

Vor fünf Wochen übernahm Franco de Rosa als Trainer den FC Tannheim, obwohl er erst im Sommer einsteigen sollte. Seitdem haben die Tannheimer alle fünf Partien gewonnen, stehen aber noch immer auf einem Abstiegsplatz. „Ich bin stolz auf die Jungs. Sie ziehen alle klasse mit. Wir sind zweikampfstark und uns zeichnet ein großer Wille aus. Die Mannschaft lebt“, sagt de Rosa nach dem jüngsten 2:0-Erfolg gegen den VfB Villingen. Er hatte zu Beginn seiner Tätigkeit das Ziel ausgegeben, 38 Punkte zu holen. Davon trennen die Tannheimer noch sechs Zähler. Der Trend spricht für Tannheim. Sebastian Schmökel, der zuletzt die Elf als Interimscoach trainiert hatte, wirkt weiterhin als Co-Trainer mit.

Beim VfB Villingen warnt Trainer Toni Szarmach vor Panik. „Wir haben noch vier Spiele und drei davon auf eigenem Platz. Zwei Siege werden uns reichen.“ Der VfB ging ohne Punkte aus den drei Partien der englischen Woche und hat nur noch einen Zähler Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. Ein Grund für den Absturz ist für Szarmach, „dass bei uns wichtige Leistungsträger fehlen und wir mit einer ganz jungen Mannschaft spielen müssen. Für diese Jungs ist die Konstellation im Tabellenkeller ganz neu.“ Geärgert hat sich Szarmach, dass seine Elf in Tannheim erneut gute Chancen nicht genutzt hat. Offen ist weiterhin, ob Szarmach nochmals um eine Saison beim VfB verlängert.

Einen deftige 0:6-Schlappe musste der SV Überauchen in Kappel einstecken. „Wir haben am Mittwoch beim 4:2 gegen Rietheim ein Riesenspiel abgeliefert. In Kappel gab es einen Totalausfall. Ich bin noch immer geschockt, wie man binnen drei Tagen zwei so unterschiedliche Gesichter zeigen kann“, sagt Trainer Sigurd Bickmann. Er hofft, dass nun auch der letzte Spieler den Ernst der Lage erkannt hat. „Ich glaube weiterhin an uns und den Klassenerhalt. Allerdings müssen die Spieler bereit sein, über ihre Schmerzgrenzen zu gehen“, fügt Bickmann an. Das kommende Heimspiel gegen NK Zagreb VS wird zeigen, ob Bickmann bei seinen Akteuren Gehör findet.