Fußball-Kreisliga A, Staffel 2: Mit einem 2:1-Heimerfolg gegen den SV Hinterzarten verteidigte der Aufsteiger SV Aasen am Wochenende die Tabellenspitze. „Ich bin mit unserer Leistung zufrieden. Etwas Nervosität war im Spiel, denn wir hatten plötzlich etwas zu verlieren. Hinterzarten hat eine starke Elf, die du erst einmal bezwingen musst. Daher sind wir alle glücklich, dass uns das gelungen ist“, sagt SVA-Trainer Axel Schweizer. Nur zu gern möchte Aasen die Tabellenführung auch weiterhin behaupten. „Selbst Hinterzarten hat Platz eins noch nicht abgeschrieben. Das wird noch ein spannendes Finale“, ist sich Schweizer sicher. Der Vorteil seiner Elf könnte sein, dass die Elf aus der vergangenen Saison in der Kreisliga B die Erfahrungen aus der gleichen Situation hat.

Punktgleicher Verfolger von Aasen bleibt der SSC Donaueschingen, der sich beim TuS Bonndorf II mit einem 4:1-Erfolg durchsetzte. „Die ersten 25 Minuten haben mir nicht gefallen. Da war unser Spiel zu fehlerhaft. Vor und nach der Pause lief es deutlich besser“, resümiert Trainer Thomas Minzer, der sich in Minute 83 selbst einwechselte und nur fünf Zeigerumdrehungen später zum 4:1-Endstand traf. „Wir hatten nur zwei Spieler auf der Bank und keine anderen Möglichkeiten“, begründet der Trainer sein Mitwirken. Auf Donaueschingen, Vizemeister der vergangenen Saison, warten nun mit den Spielen in Öfingen und Kirchen-Hausen knackige Aufgaben. Da wird sich zeigen, ob die Elf den Vorjahreserfolg wieder anpeilen kann.

Eine enttäuschende Leistung zeigte der FC Lenzkirch beim 1:1 gegen Pfohren. Erst in Minute 89 gelang auf eigenem Platz der Ausgleich. „Ohne Zweifel ein etwas glücklicher Punktgewinn für uns. Wir sind aktuell, bedingt auch durch zahlreiche Ausfälle von wichtigen Spielern, in einer kleinen spielerischen Krise. Dadurch haben wir nicht mehr die besten Karten in der Hand“, analysiert Trainer Zejlko Cosic. Lenzkirch hat zwar nur zwei Zähler Rückstand auf das Spitzenduo, aber auch schon eine Partie mehr ausgetragen. Cosic: „Wir sollten uns nun keine Punktverluste mehr leisten, was bei den kommenden Aufgaben in Eisenbach und Grafenhausen ganz schwierig wird.“

Wie eine Niederlage fühlte sich für Andreas Binder, den Trainer des FC Pfohren, das 1:1 in Lenzkirch an. „Wir hätten vor dem späten Gegentreffer die Partie entscheiden müssen. Chancen zum 2:0 waren da. Zum Schluss müssen wir einfach die Bälle wegschlagen, dann passiert nichts mehr. Dennoch kann der Punkt in der Endabrechnung noch wertvoll werden“, sagt Binder. Ihm gefiel weitgehend die Art und Weise, wie seine Elf nach zuletzt vier Niederlagen in Folge wieder Fußball spielte. „Wir können es. So sollte es weiter gehen“, wünscht sich Binder. Vor Pfohren liegen nun zwei wegweisende Heimspiele. Gegen Gündelwangen und Oberbaldingen kann die Elf viel reparieren und sich möglicherweise auch in Sicherheit bringen.

Schon am Mittwoch feierte der SV Öfingen einen 3:2-Heimsieg gegen Kirchen-Hausen. Die Elf hat im Vergleich zu Lenzkirch fünf Punkte weniger, jedoch zwei Spiele weniger absolviert. „Einige Konkurrenten von uns mussten sich mit Punkteteilungen am Wochenende begnügen. Wir sind weiterhin gut dabei. Eine Platzierung zwischen den Rängen drei bis fünf ist weiterhin machbar“, analysiert Trainer Jörg Kienast. Sollten aus den zwei kommenden Heimspielen gegen Donaueschingen und Hinterzarten gar sechs Punkte kommen, geht möglicherweise sogar noch mehr.

Kampflos musste Schlusslicht TuS Oberbaldingen die Punkte gegen die SG Riedöschingen/Hondingen abgeben, da der TuS am Samstag aufgrund Personalmangel keine Mannschaft formieren konnte. „Wir wollten das Spiel erst um 24 Stunden und dann auf den 29. Mai verlegen, doch Riedöschingen lehnte ab. Uns fehlten am Samstag acht, neun Spieler. Ich finde es schade, dass der Gegner der Verlegung nicht zugestimmt hat“, sagt TuS-Trainer Claudio Andreotti. Er kündigte gleichzeitig an, dass seine Elf die kommenden Spiele bestreiten wird. „Es war eine einmalige Situation. Wir ziehen uns nicht zurück. Wir wissen seit Wochen, dass unser Weg in die Kreisliga B führen wird. Sportlich fair werden wir die Saison zu Ende bringen.“