Fußball-Landesliga: Die zwei Schwarzwälder Spitzenteams aus Bad Dürrheim und Donaueschingen konnten am letzten Vorrundenspieltag eine kleine Lücke zu den Verfolgern reißen. Die Entscheidung um die Herbstmeisterschaft musste noch vertagt werden, da die DJK Donaueschingen noch ein Nachholspiel hat.

Erstmals seit einigen Spieltagen ging mit dem FC Bad Dürrheim ein Tabellenführer mit drei Punkten vom Platz. Der 4:0-Sieg gegen Hilzingen fiel bei der Vielzahl der Dürrheimer Möglichkeiten eher noch zu gering aus. „Die Chancenverwertung ist aktuell noch unser kleines Manko. Wir haben von der ersten Minute an eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt und haben defensiv überhaupt nichts anbrennen lassen.“, bilanziert Trainer Enrique Blanco um im gleichen Atemzug anzufügen: „Auch wenn schon vieles klappt, haben wir noch viel Arbeit vor uns.“ Mit Tim Aschenbrenner feierte ein A-Jugendspieler sein Debüt in der ersten Mannschaft. Zudem saß mit Daniel Bruch ein weiterer Youngster erstmals auf der Bank. Blanco geht damit konsequent seinen Weg, mit jungen Akteuren wieder etwas aufzubauen.

Nach der enttäuschenden Leistung in Furtwangen wollte Tim Heine, Trainer der DJK Donaueschingen, von seiner Elf gegen Denkingen eine Reaktion sehen. Gesagt, getan. „Wir haben ein sehr gutes Spiel gezeigt. Meine Elf hat alles umgesetzt, was ich ihr mit auf den Weg gegeben habe“, freut sich Heine über den 3:1-Heimsieg. Dass die Partie nicht mit einem höheren Ergebnis endete, lag auch am starken Torhüter der Gäste. Apropos Torhüter: Bei der DJK stand zum zweiten Mal in Folge der junge Janik Schulz zwischen den Pfosten. Schulz wird auch in den restlichen zwei Partien erste Wahl sein, da Sebastian Neininger erst im Februar zurückerwartet wird.

Nach zuletzt drei Niederlagen in Folge, musste sich der FC Schonach am Sonntag auf eigenem Platz gegen Stockach mit einem 1:1 begnügen. Dabei vergab die Elf reihenweise erstklassige Chancen. „Ich bin das erste Mal etwas enttäuscht. Wir hatten ein klares Übergewicht, haben aber teilweise etwas schlampig gespielt und zwei Punkte verschenkt“, sagt Trainer Alex Fischinger, der nun eine weitere Sorge hat. Nachdem mit Florian Szymczak und Fabian Tiel bereits zwei Schlussmänner länger ausfallen, verletzte sich am Sonntag auch Adrian Disch. Der Schlussmann kugelte sich in Halbzeit eins einen Finger aus, der in der Pause wieder eingerengt wurde. Disch spielte unter Schmerzen weiter, wird aber am Wochenende ausfallen. Wer nun zwischen den Pfosten steht, ist unklar. Fischinger: „Ich werde diese Woche einige Feldspieler im Tor ausprobieren. Wer den Job einigermaßen gut macht, steht am Sonntag gegen Geisingen im Tor.“

Im letzten Heimspiel vor der Winterpause zeigte sich der FC Löffingen beim 3:0-Erfolg gegen Überlingen von der besten Seite. „Alle meine Vorgaben wurden perfekt umgesetzt. Keiner ist abgefallen und mannschaftlich war das auf allen Positionen sehr sehenswert“, sagt Trainer Uli Bärmann. Er bezog in das Lob auch jene Spieler ein, die von der Bank kamen. So steckten die Löffinger auch die verletzungsbedingten Ausfälle der Stammspieler Benjamin Gaudig und Kevin Hoheisel sehr gut weg. „Es ist für jeden Trainer angenehm, wenn er von der Bank nachlegen kann“, ergänzt Bärmann, dessen Elf nun langsam an die obere Tabellenhälfte anklopft. Bärmann indes relativiert: „Wir sind am kommenden Wochenende spielfrei. Danach kann die Tabelle schon wieder ganz anders aussehen.“

Auch das zweite Spiel unter den Interimstrainern Jörg Ringwald und Patrick Staudt schloss der FC Furtwangen durch den 2:0-Sieg beim FC Singen mit drei Punkten ab. „Wir haben erneut eine sehr gute Einstellung gezeigt. Alle Spieler sind bereit, an ihre Leistungsgrenzen zu gehen. Jeder ist bereit, die Fehler der Mitspieler auszumerzen. Das ist aktuell der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Ringwald. Kurzfristig fiel aus beruflichen Gründen zwar Jan Meier aus, doch das Trainerduo hatte Alternativen. Jetzt haben die Furtwanger am Sonntag beim Schlusslicht Markdorf die Chance, ins Tabellenmittelfeld zu klettern. „Die Leistungskurve steigt und das ist eine schöne Erkenntnis. Die Jungs ziehen alle mit“, freut sich Ringwald.

Mit dem 4:1-Erfolg gegen die Spvgg. F.A.L. sendete der FC Neustadt ein Lebenszeichen. „Mit Ausnahme der 20 Minuten nach der Pause haben wir ein gutes Spiel gezeigt. Wir haben gezeigt, dass wir, wenn wir personell gut aufgestellt sind, in der Liga mithalten können“, freut sich Trainer Benjamin Gallmann. Dem Coach ist jedoch nicht entgangen, dass seine Elf auch nach den zwei Platzverweisen für die Gäste teilweise Schwierigkeiten hatte, das Spiel zu machen. „Zwischenzeitlich kann auch das 2:2 fallen. Da haben wir etwas ängstlich gespielt und hatten plötzlich etwas zu verlieren“, ergänzt Gallmann.

Wieder keine Punkte gab es für den SV Geisingen, der bei der SG Dettingen eine 2:4-Niederlage kassierte und Gefahr läuft, den Abschluss zu den Nichtabstiegsplätzen zu verlieren. Aktuell sind es bereits sechs Zähler. „Unsere Leistung war deutlich besser als in den vergangenen Partien. Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen“, bilanziert Spielertrainer Marijan Tucakovic. Seine Elf ging schnell in Führung, die aber nur 20 Sekunden hielt. Weitere drei Minuten später stand es schon 1:2 gegen Geisingen. „So schnell eine eigene Führung aus der Hand zu geben, darf einfach nicht passieren. Das sind Konzentrationsfehler, die in der Liga sofort bestraft werden“, ergänzt Tucakovic. Nach dem Platzverweis war es dann schier unmöglich, etwas Zählbares mitzunehmen. Geisingen möchte sich in der Winterpause verstärken und hat offenbar auch schon Zusagen. „Es werden ein bis zwei Defensivspieler kommen“, kündigt Tucakovic an.