Ringen: Während Regionalligist KSV Tennenbronn die erwartete Niederlage gegen Spitzenreiter Reilingen-Hockenheim einstecken musste, gab es beim Oberligist KSK Furtwangen am Samstag glückliche und beim Verbandsliga SV Triberg enttäuschte Gesichter.

KSV Tennenbronn

Nachbarschaftshilfe? Für die Tennenbronner steht am Freitag das erste Derby der Rückrunde an. Das Team von Trainer Matthias Brenn empfängt den AV Sulgen. Die Sulgener kämpfen um den Klassenerhalt. Steigt die württembergische Mannschaft ab, könnte sich dadurch die Zahl der Absteiger in den südbadischen Klassen (Oberliga und Verbandsliga) verringern. Somit kann Tennenbronn indirekt Nachbarschaftshilfe für Furtwangen und Triberg betreiben. Allerdings zeigten die Sulgener zuletzt mit dem Heimsieg gegen den Tabellenzweiten Schriesheim, dass die Mannschaft in der Rückrunde einiges stärker ist als in der ersten Saisonhälfte.

KSK Furtwangen

Glücklicher Trainer: Sechs Niederlagen in Serie hatten die Furtwanger vor dem Heimkampf am Samstag gegen Olympia Schiltigheim II kassiert. Gegen die Elsässer durften die KSK-Ringer endlich wieder jubeln. 18:17 gewannen die Bregtäler. Trainer Tobias Haaga fiel nicht nur ein Stein sondern ein ganzer Felsbrocken vom Herzen: „Der Sieg war glücklich. Aber wir dürfen auch einmal Glück haben. Für die Jungs war das Erfolgserlebnis enorm wichtig.“ Haaga selbst raubte der wichtige Kampf in den Tagen zuvor einige Stunden Schlaf. „Ich habe immer wieder überlegt, mit welcher Aufstellung wir antreten.“ Gegen Schiltigheim zahlte sich zwar nicht jede Veränderung aus. Aber den Furtwangern war das letztlich völlig egal. Hauptsache gewonnen.

SV Triberg

Nachgelegt: Nach einer enttäuschenden Vorrunde mit einem Sieg und acht Niederlagen war für Tribergs Trainer Kai Rotter schnell klar: „Wollen wir in der Verbandsliga bleiben, müssen wir etwas tun!“ Entsprechend schaute sich Rotter um, welche Verstärkungen zu diesem späten Zeitpunkt überhaupt noch möglich sind. „Die Ringer durften zwei Jahre nicht an Liga-Kämpfen oder Turnieren teilgenommen haben. Zudem müssen sie natürlich fit sein und Lust haben, zu uns zu kommen“, so Rotter. Nach einigen Versuchen bekam der Triberger Coach zwei Zusagen. Zunächst von Patric Nuding und danach von Oliver Hug-Kolb.

Aalener Trio: Nuding und Hug-Kolb sowie Tribergs Schwergewichtler Coskun Efe haben eine gemeinsame Vergangenheit. Alle drei gingen in der 1. Bundesliga für den KSV Aalen auf die Matte. 2010 wurde das Trio mit dem Verein von der Schwäbischen Alb sogar deutscher Mannschaftsmeister. Nun soll die „Aalener Achse“ dem SV Triberg zum Klassenerhalt verhelfen. Während Efe und Nuding bereits erfolgreich im SVT-Trikot zum Einsatz kamen, musste Hug-Kolb bei der 12:17-Niederlage am Samstag in Gresgen zuschauen, da er noch nicht einsatzberechtigt war. Im Auswärtskampf am kommenden Samstag bei der RKG Freiburg II soll er jedoch dabei sein.