Eishockey: Die Lust der Fans auf die neue Saison mit den Schwenninger Wild Wings scheint riesengroß zu sein. Als die neue Mannschaft am Freitagabend zum ersten öffentlichen Eistraining in die Halle kam, wollten 2500 Fans die Mannschaft sehen. Selbst langjährige Anhänger der Wild Wings konnten sich nicht erinnern, dass jemals so viele Zuschauer dabei waren. Rund 1800 waren es in der vergangenen Saison.

Perfekt strahlte das frische Eis und wie sollte es anders sein, betrat Dustin Strahlmeier unter starkem Applaus der Zuschauer als erster Akteur die Spielfläche. Begrüßt von Stadionsprecher Domenic Liebing, der neben dem strahlenden Eis auch ein strahlendes Gesicht des Torhüters sah. Die Fans hingegen stimmten die Dustin, Dustin-Sprechchöre an. Nach und nach kamen die weiteren Spieler, alle herzlich begrüßt. Als letzter Spieler durfte dann Jamie MacQueen raus. Gut informiert zeigten sich die Fans bei Neuzugang Pat Cannone. Ihm zu Ehren sangen die Fans ein Happy Birthday, feierte der Angreifer doch am Freitag seinen 33. Geburtstag.

Für die Fans hatten sich Spieler und Trainer einiges ausgedacht. So wurde der Puck schon einmal über Bierkästen geschossen und auch einige Slalomläufe sorgten für Spaß und Abwechslung. Mark Fraser, dem Liebing das Zeug zum Publikumsliebling attestierte, checkte gleich einmal Marcel Kurth, was dieser ihm kaum übel nahm. Fraser wollte etwas Stimmung in die Halle bringen. Kurth hingegen sagte: „Wir haben ein richtig gutes Team.“

Einer, der sich ganz besonders auf den Auftakt freute, war Alexander Weiß. Der gebürtige Hochschwarzwälder ist wieder in der Heimat. „Mit drei Jahren fing für mich in Schwenningen alles an. Hier habe ich das Spiel gelernt. Es ist fantastisch, wieder hier zu spielen.“

Schöne Treffer und einige Laufduelle unterhielten die Fans an dem Abend bestens. Die Erwartungshaltung ist groß und die Chemie in der Mannschaft scheint zu stimmen. Das erkannte auch der Villinger Anhänger Michael Freygang. „In der Mannschaft wurde viel geflaxt. Da scheint schon jetzt viel zu passen.“

Sonntag Spiel in Bietigheim

Am Sonntag (18 Uhr) absolvieren die Schwenninger nach der ersten harten Trainingswoche ein Testspiel in Bietigheim. Die „Stählernen“ scheiterten in der vergangenen Saison in der DEL2 im Viertelfinale mit 3:4 an den Dresdner Eislöwen. Mit den Abwehrspielern Max Prommersberger und Nikolai Goc stehen noch zwei Ex-Schwenninger im Team der Bietigheimer. Verteidiger Bastian Steingroß beendete seine Karriere, Torwart Sinisa Martinovic wechselte zu den Tölzer Löwen, während Schlussmann Ilya Sharipov zu den Schwenninger Wild Wings wechselte. Die Steelers haben mit dem Kanadier Stephon Williams vom HC Banska Bystrica aus der Slowakei und dem Deutschkanadier Cody Brenner vom Deggendorfer SC zwei neue Torhüter.

Auf konkrete Reihen hat sich Schwenningens Trainer Paul Thompson noch nicht festgelegt. „Mir ist wichtig, dass die Spieler sich aneinander gewöhnen und eine gute Chemie innerhalb des Tams entsteht.“ Die Rolle der Torhüter hat er aber bereits festgelegt: 30 Minuten steht Schwenningens Nummer eins, Dustin Strahlmeier, zwischen den Pfosten. Anschließend darf Sharipov gegen seinen Ex-Verein ran.