Fußball-Bezirksliga, Hochrhein

VfB Waldshut – TuS Efringen-Kirchen 1:2 (1:0). – Tore: 1:0 (24.) Kertoku; 1:1 (60.) Rügert; 1:2 (83.) Boamah. – SR: Mark Hohmann (Rheinfelden). – Z.: 100.

Dennis Weiß hat das Duell der beiden "Trainer-Küken der Bezirksliga" knapp für sich entschieden. "Wir haben absolut verdient gewonnen", jubelte der 27-Jährige nach dem 2:1-Sieg des TuS Efringen-Kirchen und schwärmte förmlich vom Auftritt seiner Elf beim Aufsteiger VfB Waldshut: "Das war ungelogen das beste Spiel seit ich hier Trainer bin."

Der 43 Tage ältere Nils Mühlenweg sah das naturgemäß etwas differenzierter: "Wir machen das über weite Strecken ganz gut. Sie sind ideenlos angerannt. Wir haben wenig zugelassen", blickte er auf eine gute Waldshuter Stunde, in der nach 24 Minuten die Führung durch Shqiprum Kertoku – auf Vorarbeit von Ediz Schlegel und Celihan Karacan – gelungen war: "Wir müssen aber nicht nur dieses Tor erzielen, sondern auch das 2:0 nachlegen. Aber wir spielen unsere Angriffe nicht konsequent aus."

Von der Hand weisen wollte Dennis Weiß diese Sicht der Dinge nicht ganz: "Sie stehen halt mit sieben, acht Mann hinten drin auf dem kleinen Kunstrasenplatz. Wenn ihnen dann das 2:0 gelingt, dann wird es sicher schwer für uns." Aus Mühlenwegs Mund klingt das freilich so: "Sie haben sich an uns die Zähne ausgebissen."

Zumindest eine Stunde lang war der VfB Waldshut auf einem guten Weg: "Wir trauen uns einfach zu wenig zu. Die Mannschaft ist sehr jung und wenn entscheidende Leute fehlen, wird es schwer", erinnert Nils Mühlenweg daran, dass ihm aktuell sieben Stammspieler fehlen: "Und dann muss Ediz Schlegel mit einer Platzwunde in die Klinik gebracht werden. Das stecken die Jungs nicht so einfach weg."

Zu diesem Zeitpunkt hatte Andreas Rügert mit dem 1:1 bereits zum Gegenangriff geblasen: "Wir hatten viel Ballbesitz, einen hervorragenden Spielaufbau und zahlreiche Chancen", berichtete Weiß von mehreren Schüssen an Latte und Pfosten. Allerdings dauerte es bis sieben Minuten vor Schluss, ehe David Boamah zum 2:1-Siegtreffer einnetzte.

Eine Niederlage, die bei Nils Mühlenweg die Sorgenfalten tiefer werden lässt: "Ein Drittel der Saison ist vorbei. Wir wollten mit 19 Punkten in die Rückrunde. So langsam kommen wir unter Druck", deutete er an, dass die Schonfrist für den Aufsteiger dem Ende entgegen geht. Um das Zwischenziel tatsächlich noch zu erreichen, müssen aus den vier Spielen in Erzingen und Jestetten sowie zu Hause gegen den FC RW Weilheim und den FC Schönau noch drei Siege her.