Ringen: (ror) Die Enttäuschung ist weniger sportlicher Natur: Der TuS Adelhausen hat durch seinen Ringer-Vorsitzenden Timo Zimmermann und Abteilungsleiter Maik Hohler am Mittwochabend offiziell auf seiner Homepage Stellung genommen zum Rechtsstreit wegen des Halbfinalkampfes gegen Titelverteidiger SV Wacker Burghausen. Der Verein äußert offen seine Bedenken zur Neutralität des Deutschen Ringerbunds (DRB), der durch mündliche Entscheidungen einzelner Personen das sonst fixe Regelwerk der Bundesliga außer Kraft setze.

Wie berichtet konnte die Gastmannschaft in Adelhausen nach Rücksprachen mit dem DRB-Präsidenten Manfred Werner und seinem Stellvertreter Ralf Diener einen eigenen Zeitplan für den Wettkampf festlegen. Zudem habe Diener im Verwaltungsentscheid falsche Behauptungen zu den Abfahrtszeiten der Burghausener gemacht habe, was allerdings in die Urteilssprechung des Rechtsausschusses zu Gunsten Burghausens fiel.

Auf der Matte habe man in Burghausen verloren, weswegen der TuS Adelhausen dem Gegner zum Finaleinzug gratuliere. Der Ablauf in Adelhausen sei aber unsportlich gewesen, wie das Verweigern der Waage um 19.15 Uhr mit dem Kommentar, dass man dann sofort die Heimreise antrete. Eine Stellungnahme des DRB liegt noch nicht vor.