Hallo Udo Gabele, hier ist der SÜDKURIER. Sind Sie schon etwas aufgeregt?

Aufgeregt? Wieso sollte ich das sein?

Na, weil am Samstag das Spitzenspiel der Bezirksliga ansteht! Der FC Erzingen gegen den SV 08 Laufenburg. Sie sind doch bei beiden Vereinen schon aktiv gewesen?

Richtig – in Laufenburg ein Jahr und in Erzingen waren es sieben, auf zwei Engagements verteilt. Geplant habe ich das Wochenende noch nicht. Vielleicht entscheide ich spontan.

Wem werden Sie eher die Daumen drücken?

Ganz ehrlich liegen meine Sympathien da schon eher beim FC Erzingen. Auch wenn ich den Verein eher in der Bezirksliga sehe, würde ich ihm den Erfolg gönnen und mich freuen, wenn sie den Sprung nach oben schaffen. Allerdings rechne ich, was den Aufstieg angeht, eher mit den Laufenburgern. Die gehören ja eigentlich in die Landesliga. Das ist deren wahre Heimat.

Welche Erinnerungen haben Sie an den FC Erzingen?

Ich war zwei Mal dort, insgesamt sieben Jahre. Ich möchte keine der vielen wunderschönen Stunden missen. Nicht nur einmal hat damals der Kapellenberg gebebt.

Wie schätzen Sie die Arbeit ihres Nach-Nachfolgers Klaus Gallmann ein?

Ich kenne ihn leider nicht persönlich. Aber ich ziehe den Hut vor seiner Arbeit und der Mannschaft. Er ist noch sehr jung, hat das aber gut im Griff. Wir ich ist auch er ein Verfechter des Offensivfußballs. Tore sind das Salz in der Suppe und so erwarte ich ein torreiches Spiel.

Einen jungen Trainer hat auch ihr Heimatverein VfB Waldshut. Beim Team von Nils Mühlenweg sieht es allerdings nicht so gut aus?

Ich hoffe, dass man Geduld mit dem jungen Trainer hat. Wichtig ist, dass er die richtige Mischung findet und noch erfahrene Spieler dazu bekommt. Der VfB Waldshut, bei dem ich mich sportlich zu Hause fühle, gehört ohne Wenn und Aber in die Bezirksliga und ich wünsche mir, dass das mit dem Ligaverbleib klappt. Ein Waldshuter Abstieg würde mich mehr treffen als ein verpasster Erzinger Aufstieg.

Wenn wir schon beim Thema sind. Was sagen Sie zur Trainer-Diskussion beim FC Bayern?

Ach ja, die Bayern. Die sind für mich schon weg vom Fenster. Neun Punkte hinter Dortmund, das schaffen sie nicht mehr aufzuholen. Und mal ganz ehrlich, die Dortmunder spielen doch einen Super-Fußball. Die haben sich das auch verdient, dass sie mal wieder Meister werden.

Wie schauen Sie eigentlich Fußball? Bei Sky oder im Internet bei DAZN? Oder gehen Sie eher ins Stadion?

Wenn es passt, dann bin ich schon auch mal im Stadion – aber eher selten. Fußball schaue ich ganz herkömmlich im Fernsehen. Ich habe noch die alte Antenne und schaue meist im Schweizer.

Mit Ihrer Frau Irene?

Nein, nein. Wir haben zwei Apparate. Der Fußballfernseher steht beim mir oben im Büro.

Fragen: Matthias Scheibengruber