Fußball-Oberliga: – Der aus Tiengen stammende Shqipon Bektasi kehrt langsam aber sich in heimatliche Gefilde zurück. Oberligist Bahlinger SC meldet, dass der 28-jährige Stürmer ab sofort am Kaiserstuhl spielen wird. Bektasi hatte im Dezember seinen Vertrag beim TSV Steinbach/Haiger, Tabellendritter der Regionalliga Südwest, gekündigt und nun in Bahlingen bis Saisonende 2021/22 unterschrieben: „Ich wollte wieder näher an meinen Heimatort und außerdem eine berufliche Ausbildung beginnen, da bot sich Bahlingen ideal an", erklärt Bektasi in der Pressemitteilung des Vereins.

Shqipon Bektasi, dessen älterer Bruder Edmond in diesem Winter vom FC Klingnau/CH zum Bezirksligisten VfB Waldshut wechselte, spielte als Kind zunächst beim FC Tiengen 08, ging dann zum SV 08 Laufenburg. 2004 wechselte Bektasi als Jugendspieler zum SC Freiburg. Unter Trainer Christian Streich holte Bektasi mit A-Junioren den Deutschen Meistertitel im Jahr 2008. Im Finale beim VfL Wolfsburg traf Bektasi nach der Pause zum 2:0-Endstand. Als Aktiver wurde er beim SC Freiburg zwei Mal in der Bundesliga eingesetzt.

In der Vita von Shqipon Bektasi spiegeln sich zahlreiche Wechsel wider. Nach zwei Jahren in der "Zweiten" des SC Freiburg wurde der aus dem Kosovo stammende Fußballer für ein Jahr zum 1. FC Heidenheim ausgeliehen. Nach seiner Rückkehr schloss er sich im September 2012 Wormatia Worms an. Hier erzielte er zehn Tore in 25 Spielen. Weitere Stationen waren dann der SV Waldhof Mannheim (2013/14) und der KSV Hessen Kassel, bei dem er unter dem aus Villingen stammenden Trainer Matthias Mink trainierte. Zwischen 2014 und 2016 erzielte Bektasi 18 Tore in 38 Spielen.

Zur Saison 2016/17 schloss sich Bektasi den Stuttgarter Kickers in er Regionalliga an. Nach einer für die Schwaben turbulenten Saison wechselte Bektasi vor eineinhalb Jahr zum Regionalligisten TSV Steinbach-Haiger, mit dem er im Sommer den Hessenpokal gewonnen hat. In 45 Spielen gelangen Bektasi, der zuletzt mit Verletzungen zu kämpfen hatte, fünf Tore für das nordwest-hessische Team.