Radball: – Wenn aller guten Dinge tatsächlich drei sind, steht der ersehnten Medaille für Marc Huber und Moritz Schubach bei den Deutschen Hallenradsport-Meisterschaften, die der RV Lind am Wochenende in Köln-Finkenberg ausrichtet, nichts mehr entgegen. Das Duo des RSV Öflingen spielt dort mit sieben weiteren Mannschaften an zwei Tagen um den U17-Titel.

Silber-Jungs: Marc Huber (links) und Moritz Schubach vom RSV Öflingen wurden Zweite bei der Deutschen Radball-Meisterschaft in der U17 in Köln.
Silber-Jungs: Marc Huber (links) und Moritz Schubach vom RSV Öflingen wurden Zweite bei der Deutschen Radball-Meisterschaft in der U17 in Köln. | Bild: Stefan Schubach

Eine Deutsche Meisterschaft ist für den Öflinger Nachwuchs nichts Außergewöhnliches mehr. Bereits 2015 als U13-Schüler und vor zwei Jahren in der Altersklasse U15 war das Duo Huber/Schubach dabei. Sowohl vor vier Jahren in Elsenfeld/Hessen als auch vor zwei Jahren in Augustdorf bei Bielefeld verpassten sie das Podest jeweils knapp.

Das könnte Sie auch interessieren

Stefan Schubach, beider Trainer und Vater von Moritz, ist zuversichtlich, dass es zum großen Wurf reichen kann: „Im Viertel- und im Halbfinale erreichten sie als Sieger die nächste Runde“, untermauert er seinen Optimismus: „Allerdings hat so eine DM durch den Spielmodus ihren eigenen Charakter.“

Trainer Stefan Schubach (RSV Öflingen): „Es könnte dieses Mal zum Podestplatz reichen. Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale haben sich Moritz und Marc als Sieger für die nächste Runde qualifiziert.“
Trainer Stefan Schubach (RSV Öflingen): „Es könnte dieses Mal zum Podestplatz reichen. Sowohl im Viertel- als auch im Halbfinale haben sich Moritz und Marc als Sieger für die nächste Runde qualifiziert.“ | Bild: Scheibengruber, Matthias

Die sieben Spiele verteilen sich in sechs Blöcken auf die beiden Tage. „In jedem Block müssen die Spieler einmal ran, ihre optimale Leistung abrufen und danach wieder eine längere Pause bis zum nächsten Spiel einlegen“, blickt Schubach mit wenig Euphorie auf den Spielplan: „Dieser Modus hat schon vielen Mannschaften den Lauf unterbrochen und die Titelträume zerstört.“

Als Motivation könnte durchaus herhalten, dass sich die die Hälfte der 16 Radballer mittlerweile gut kennt. Das Team der thüringischen SG Langenwolschendorf hat zweifellos die Favoritenrolle. Nils Kebsch und Manuel Paschka gewannen den U13-Titel und den U15-Titel, peilen nun das Triple an. Bei den Endrunden setzten sie sich mit 3:0 (2015) und 6:1 (2017) gegen Marc Huber und Moritz Schubach durch.

Das könnte Sie auch interessieren

„Die zwei Thüringer gehören wie Marc und Moritz sowie Chris Rapp und Robin Bluthardt vom RV Kemnat dem Nationalkader des Bundes Deutscher Radfahrer an“, kennt Schubach, die stärksten Gegner. Gegen die Schwaben aus Kemnat holten Huber/Schubach vor vier Jahren noch ein 1:1 und kassierten vor zwei Jahren eine 2:4-Niederlage.

Das dritte Team im Bunde mit der dritten DM-Finalteilnahme sind Maximilian Walter und Patrick Joahnnes vom RSV Hähnlein. Auch gegen die Hessen warten die Öflinger noch auf einen Endrunden-Sieg. Richtig unbekannt sei letztlich keiner der Konkurrenten, so Schubach: „In den vergangenen Jahren mussten sie immer wieder bei Qualifikationen gegen sie antreten.“

Los geht es für Marc Huber und Moritz Schubach in einem Doppelblock zunächst gegen den RV Ebersheim aus Rheinland-Pfalz und danach gegen den Titelfavoriten aus Langenwolschendorf aus dem Thüringer Vogtland. Am Nachmittag steht dann zunächst die Partie gegen die „Erste“ des RV Kemnat an, abends dann gegen die zweite Garnitur. Bereits um 8 Uhr eröffnen die Öflinger den zweiten Turniertag gegen den RSV Großkoschen (Brandenburg), dann folgt eine Pause bis 11.25 Uhr, ehe der RVW Naurod (Hessen) wartet. Zum Abschluss, gegen 15.15 Uhr, geht‘s gegen das Team aus Hähnlein.

Das könnte Sie auch interessieren
Kimi Schrott (rechts) und Jonathan Kranz vom RSV Wallbach qualifizierten sich in Worfelden bei Frankfurt als Halbfinal-Zweiter für die Deutschen Meisterschaften der U13-Radballer am 15./16. Juni in Fronlach bei Coburg.
Kimi Schrott (rechts) und Jonathan Kranz vom RSV Wallbach qualifizierten sich in Worfelden bei Frankfurt als Halbfinal-Zweiter für die Deutschen Meisterschaften der U13-Radballer am 15./16. Juni in Fronlach bei Coburg. | Bild: RSV Wallbach
Mika Schrott (rechts) und Lukas Stocker vom RSV Wallbach qualifizierten sich in Kemnat als Halbfinal-Zweiter für die Deutschen Meisterschaften der U15-Radballer am 15./16. Juni in Fronlach bei Coburg.
Mika Schrott (rechts) und Lukas Stocker vom RSV Wallbach qualifizierten sich in Kemnat als Halbfinal-Zweiter für die Deutschen Meisterschaften der U15-Radballer am 15./16. Juni in Fronlach bei Coburg. | Bild: Scheibengruber, Matthias

RSV Wallbach startet erstmals mit zwei Mannschaften bei Deutschen Meisterschaften

Seinen Radball-Nachwuchs zur Deutschen Meisterschaft zu begleiten ist die eine – tolle – Sache. Wenn ein kleiner Verein wie der RSV Wallbach gleich mit zwei Teams gegen die Besten des Landes antreten darf, ist das durchaus ein Grund zur Freude. Kimi Schrott und Jonathan Kranz (U13) sowie Mika Schrott und Lukas Stocker (U15) treten bei der Schüler-DM im fränkischen Fronlach bei Coburg am 15./16. Juni um Meisterehren an.

U13: Kimi Schrott und Jonathan Kranz gewannen beim Halbfinale in Worfelden bei Frankfurt die ersten vier Spiele klar. Im letzten Spiel gegen die bis dahin ebenfalls unbesiegten Lokalmatadoren ging es um den Turniersieg. Schrott/Kranz holten ihren Rückstand auf, teilten sich am Ende die Punkte mit den Gastgebern und holten sich als Zweiter die Fahrkarte zur DM.

U15: Mika Schrott und Lukas Stocker starteten etwas mühsam, aber dann doch mit einem knappen 2:1-Sieg gegen Gastgeber Kemnat ins Halbfinale. Es folgte ein klarer Sieg gegen das Team Großkoschen und ein 1:3 gegen den späteren Sieger aus Waldrems. Mit Siegen gegen Krofdorf und Brandenburg buchten die D-Kaderspieler ebenfalls das Ticket zur DM. (sk)