Fußball-Landesliga: FSV Rheinfelden – SV Weil 1:1 (1:1)

Tore: 0:1 (29.) Mislimovic; 1:1 (44.) Salli. – SR: Francesco Natale (Schallbach). – Z.: 250.

So richtig verstehen wollte es Tobias Bächle nicht. Der Trainer des SV Weil hätte mit seiner Mannschaft natürlich lieber auf dem Kunstrasenplatz im Europastadion gespielt. "Das ist eigentlich schade, hier bei diesen schwierigen Platzbedingungen spielen zu müssen", so Bächle, der sich aber nicht herausreden wollte. Der Spitzenreiter der Landesliga musste sich letztlich auf der tiefen, aber durchaus bespielbaren Richterwiese mit einem Remis gegen seinen Ex-Club begnügen.

FSV-Trainer Marc Jilg verteidigte den Umzug auf die Richterwiese: "Das haben wir aus taktischen Gründen gemacht. Auf dem Kunstrasen hätten wir gegen diesen spielerisch starken Gegner alt ausgesehen. Wir sind einfach müde und platt."

Der SV Weil war zu Beginn leicht feldüberlegen. Immer wieder gefährlich war Almin Mislimovic, der bei zwei Chancen nur knapp scheiterte. "Das Gegentor war ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk von uns", sagte Jilg über die Sezne, die zum Rückstand führte. Das Geschenk machte den Weilern Saikou Sawaneh. Der Torwart des FSV Rheinfelden, der ansonsten eine Klasse-Partie ablieferte, hatte den Ball in der Hand, ließ ihn fallen und nahm ihn wieder auf. Den indirekten Freistoß aus zwölf Metern zirkelte Mislimovic in den Torwinkel. Danach kamen die Gastgeber stärker auf. Schüsse von Kleiner und Murawski verfehlten knapp ihr Ziel. Kurz vor dem Wechsel erzielte Eren Salli aber noch den Ausgleich für die Platzherren. In der zwiten Hälfte hatten die Gäste die besseren Chancen. Sawaneh parierte bravourös einen Kopfball von Dustin Riede und den Nachschuss von Justin Samardzic. Auch bei einem Freistoß von Mislimovic war er noch mit den Fingern dran. Schließlich parierte er einen Kopfball von David Groß. So blieb es beim 1:1.

"Normalerweise müssen wir das zweite Tor machen. Über das Spiel meiner Mannschaft kann ich nicht meckern. Wir haben den Kampf angenommen und über 70 Minuten auch ganz ordentlichen Fußball gespielt", ärgerte sich Gäste-Trainer Bächle doch etwas über das Remis.

FSV Rheinfelden: Sawaneh – Murawski, Cibukciu, Alfarano, Mendy – Kleiner, Weis, Stangl, Kittel (89. J. Jilg), Salli – Petretta (58. De Franco).

SV Weil: Theobald – D. Riede, Do Le, Knab (69. Tschira), Lauber – Groß, Aliane (78. Mouttet), Mislimovic – Stöhr (58. Males), Weber, J. Samardzic.

 

Interview von SÜDKURIER-Sportredakteur Gerd Welte mit dem verletzten Torwart Sandro Keller vom SV Weil

Interview von SÜDKURIER-Sportredakteur Gerd Welte mit Justin Petretta vom FSV Rheinfelden: