Tobias Strittmatter, am Samstag, um 18 Uhr, in der Stadthalle, gilt’s für den SV 08 Laufenburg. Alles parat für das Spitzenduell gegen den SGV Oberböbingen?

Auf jeden Fall. Alle Heberinnen und Heber sind an Bord. Wir wollen gewinnen und den Meistertitel holen.

Klingt vermutlich

Sportchef Tobias Strittmatter vom SV 08 Laufenburg: "Unsere Mannschaft hat zwischen 2014 und 2017 gute Erfahrungen in der Oberliga gemacht. Schon deshalb ist es unser Ziel, wieder aufzusteigen. Wenn nicht jetzt, dann eben 2020."
Sportchef Tobias Strittmatter vom SV 08 Laufenburg: "Unsere Mannschaft hat zwischen 2014 und 2017 gute Erfahrungen in der Oberliga gemacht. Schon deshalb ist es unser Ziel, wieder aufzusteigen. Wenn nicht jetzt, dann eben 2020." | Bild: Scheibengruber, Matthias

einfacher, als es am Samstag tatsächlich werden wird?

Auf jeden Fall. Die Oberböbinger haben einen starken Kader, zuletzt drei Mal über 320 Punkte geholt. Da müssen wir uns ordentlich strecken.

Wobei die 338,1 Punkte in Fellbach auch nicht von schlechten Eltern sind?

Richtig, aber es hat uns dort ja dennoch nicht zum Sieg gereicht. Ich bin mir sicher, dass alle unsere Athleten so motiviert und fokussiert sind, dass sie sich am Samstag noch einmal einen Tick steigern werden.

Der Meistertitel ist das Ziel, aber dazu braucht es mindestens einen 2:1-Sieg?

Richtig – besser noch ein 3:0, dann sind wir durch. Bei 2:1 kann es durchaus sein, dass die Oberböbinger im Nachholkampf gegen WFC Fellbach noch gleichziehen. Allerdings haben wir enorm viele Relativpunkte gesammelt, so dass es eigentlich reichen müsste.

Und dann geht’s in die Oberliga?

Das ist noch nicht sicher. Direkt aufsteigen kann der Meister nur, wenn der TSV Hinsheim II, Meister der Nordstaffel, verzichten würde. Ansonsten gibt es ein Aufstiegsduell der beiden Meister.

Sind die Heber des SV 08 Laufenburg denn für die Oberliga gerüstet?

Unsere Mannschaft hat aktuell das Niveau der hinteren drei Oberligisten. Ich bin sicher, dass wir mithalten könnten.

Wie waren denn die Erfahrungen der drei Oberliga-Jahre bis 2017?

Ausschließlich gut – für alle beteiligten Heber. Schon deshalb ist es unser Ziel, wieder aufzusteigen. Wenn nicht jetzt, dann eben 2020. So lauten jedenfalls unsere mittelfristigen Planungen.

Wer plant, will auch etwas verändern?

Nun, der Kader wird nicht jünger und aus dem Nachwuchs stoßen zwar große Talente hinzu, wie beispielsweise Leonie Hilbert. Sie ist im höchsten Landeskader und wir wollen mit ihr versuchen, die Bundeskadernorm zu erreichen. Aber wir wollen unsere jungen Athletinnen und Athleten natürlich nicht verheizen. Leonie dürfte in der kommenden Saison aus Altersgründen ohnehin nur zwei Wettkämpfe mit der Mannschaft bestreiten. Ich schaue mich also nach Verstärkungen um. Es gibt Kontakte, aber fix ist noch nichts.

Bleiben die Mannschaft so zusammen?

Ich hoffe es. Natürlich wird unsere Punktegarantin Lisa Eble aus Eimeldingen nach ihren großartigen Erfolgen bei den Deutschen Meisterschaften von höherklassigen Vereinen sehr umworben. Aber da sie ihren Fokus nach wie vor aufs Crossfit richtet, bin ich zuversichtlich, dass sie bei uns bleiben wird.

Sie trainieren mit Daniel Stiller und Lukas Roß auch den Nachwuchs. Wie ist es um die Zukunft der nunmehr 51 Jahre alten Heber-Abteilung bestellt?

Wir haben derzeit eine Trainingsgruppe von etwa zehn Kindern und Jugendlichen – überwiegend übrigens Mädchen – die mit großem Eifer und viel Disziplin dabei ist. Alle Beteiligten haben viel Spaß, doch es ist für uns kein Grund, dass wir uns ausruhen. Ein so kleiner Verein muss immer wieder aktiv um die Kinder werben. Wie sind jeweils beim Laufenburger Kindersommer und beim Murger Sommerspaß dabei und hoffen, auf diese Weise die Kinder für unseren Sport begeistern zu können.

Fragen: Matthias Scheibengruber