Fußball-Landesliga: – Das Bangen um den Ligaverbleib bis zum letzten Spieltag sind die Fußballer des FSV Rheinfelden gewohnt. Dieses Mal dauerte es sogar bis mehr als zwei Wochen nach Ende der Saison, bis der Verbleib in der Landesliga – dank gütiger Mithilfe des SV Weil und des Freiburger FC – gesichert war. „Wir sind eben der Dusel-FSV“, sieht es FSV-Vorsitzender Patrick da Rugna mit einem Augenzwinkern.

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Hatten böse Stimmen in und um Rheinfelden schon den sportlichen Niedergang der FSV-Kicker prophezeit, da die halbe erste Mannschaft dem Verein den Rücken zukehren wolle, macht sich nun eher so etwas wie Aufbruchstimmung breit. Nur drei Spieler sind nicht mehr im Kader der ersten Mannschaft zu finden: Jens Murawski, Lucas Eschbach (beide zum SV Herten) und Paul Mendy (SV 08 Laufenburg). Mit einigen Spielern sei man, so da Rugna, im Gespräch: „Neuzugänge werden wir aber erst nach Ende der Wechselfrist am 30. Juni verkünden.“

Nicht nur der Ligaverbleib hat da Rugna in den Tagen zuletzt erfreut. „Wir haben einen Doppelsieg gefeiert“, kommentierte der Vorsitzende das einstimmige Votum der Mitglieder bei der außerordentlichen Versammlung für den Umzug des FSV Rheinfelden von der Richterwiese nach Warmbach. Ein Umzug ins ungeliebte Europastadion ist vom Tisch. Klar war, dass man von der Richterwiese Abschied nehmen müsse, da die Anlage dort in einem Störfallbereich liegt und nicht ausbaufähig ist.

Patrick Da Rugna, Vorsitzender des FSV Rheinfelden: „Wir sind geschlossen bereit für Innovationen. Der Gemeinderat muss aber in seiner Sitzung am 18. Juli noch dem Umzug nach Warmbach zustimmen.“
Patrick Da Rugna, Vorsitzender des FSV Rheinfelden: „Wir sind geschlossen bereit für Innovationen. Der Gemeinderat muss aber in seiner Sitzung am 18. Juli noch dem Umzug nach Warmbach zustimmen.“ | Bild: Welte, Gerd

In Warmbach werden die dortigen Sportplätze hinter der Grundschule schon seit Jahren vom FSV Rheinfelden genutzt. Dort könnten ein neuer Naturrasen-, ein Kunstrasenplatz und ein Vereinsheim entstehen. „Der Umzug dorthin ist noch nicht definitiv. Der Gemeinderat muss in seiner Sitzung am 18. Juli noch zustimmen“, warnt da Rugna vor zu früher Euphorie. Aber erfreut ist er dennoch über das Vertrauen seiner Mitglieder: „Wir sind geschlossen bereit für Innovationen.“

Nicht nur in Sachen Infrastruktur stellt sich der Verein neu auf. Dieter Meier will als neuer Sportlicher Leiter Impulse setzen. Außerdem soll Enzo Campana, noch Trainer beim TuS Binzen, Jugendleiter des FSV Rheinfelden werden. Die Jugendarbeit will der Verein, so da Rugna, weiter ankurbeln. So meldet der FSV Rheinfelden nach zweijähriger Abstinenz wieder eine A-Junioren-Mannschaft für die neue Saison.