Nicht zu bremsen: Der Rheinfelder Giuseppe Catanzaro (rechts) traf beim 4:3 gegen den FC Tiengen 08 zwei Mal. Auch Nico Ködel muss ihn ziehen lassen. Bilder: Gerd Welte
Nicht zu bremsen: Der Rheinfelder Giuseppe Catanzaro (rechts) traf beim 4:3 gegen den FC Tiengen 08 zwei Mal. Auch Nico Ködel muss ihn ziehen lassen. Bilder: Gerd Welte | Bild: Welte, Gerd
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Fußball-Landesliga: FSV Rheinfelden – FC Tiengen 4:3 (2:2)

Tore: 1:0 (2.) Catanzaro; 1:1 (5.) und 1:2 (10.) beide Karacan; 2:2 (41.) Catanzaro; 3:2 (46.) und 4:2 (59.) beide Weis; 4:3 (84./FE) Karacan. – SR: Dominik Schätzle (Herbolzheim). – Z.: 150.

Dieses Hochrhein-Derby war nichts für schwache Nerven. Am Ende musste der FSV Rheinfelden, der jeden Punkt für den Ligaverbleib braucht, zufrieden sein, mit Mühe und Not einen Pflichtsieg gegen den fast schon als Absteiger feststehenden FC Tiengen 08 eingefahren zu haben. „Abhaken und weitermachen“, so FSV-Trainer Marc Jilg.

Marc Jilg, FSV Rheinfelden: "Giuseppe weiß einfach, wo die Kiste steht."
Marc Jilg, FSV Rheinfelden: "Giuseppe weiß einfach, wo die Kiste steht." | Bild: Welte, Gerd

Im selben Atemzug lobte Jilg den Gegner: „Kompliment an den FC Tiengen 08. Gegen dieses starke Team werden sich noch einige in dieser Liga schwer tun.“ Nach zehn Minuten waren schon drei Tore gefallen. Die Gastgeber hatten den besseren Start. Hackenberger im Gäste-Tor konnte einen Schuss von Weis nicht festhalten, Catanzaros Nachschuss zappelte zum 1:0 ins Netz.

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Zwischen der 5. und 10. Minute drehten die Gäste aber zunächst das Spiel – dank gütiger Mithilfe des Rheinfelder Schlussmanns Saikou Sawaneh. Süleyman Karacan überwand ihn zunächst mit einem Freistoß-Aufsetzer und dann mit einer Flanke von der linken Seite, die sich über Sawaneh hinweg ins Tor senkte. Nachdem Weis, De Franco und Schott noch knapp gescheitert waren, hämmerte Catanzaro bei seinem zweiten Tor an diesem Tag kurz vor der Pause den Ball aus halblinker Position zum 2:2 unter die Latte.

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"Ärgerlich, dass wir gleich zu Beginn der zweiten Hälfte wieder nicht hellwach waren", klagte der Tiengener Trainer Oliver Neff, der seine Mannschaft vor der Partie noch vor den Freistoß-Qualitäten des Rheinfelder Spielertrainers Anton Weis gewarnt hatte. In der 46. Minute zirkelte dieser einen Freistoß von links außen über Hackenberger hinweg ins Tor, fünf Minuten später scheiterte er mit einem weiteren Freistoß an der Latte, und nach knapp einer Stunde traf er zum 4:2 – natürlich per Freistoß.

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Danach wurden die Gäste, die nie aufgaben, immer stärker. Karacan, Ködel und Guarino scheiterten zunächst knapp. Dann fischte Sawaneh einen herrlichen Schuss von Karacan aus dem Winkel (80.). Kurz danach allerdings zeigte der Schiedsrichter nach einem Foul von Paul Mendy auf den Punkt. Karacan verwandelte den Strafstoß zum 3:4-Anschlusstreffer sechs Minuten vor dem Ende.

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Die letzten Minuten der Partie hatten es in sich. Die Gäste riskierten alles, wurden aber nicht mehr belohnt. De Franco hatte für die Gastgeber noch eine Chance, doch zögerte er beim Abschluss zu lange. So blieb es beim knappen Sieg der Platzherren, bei denen Marco Beltrani kurz vor Ende sein Comeback nach viermonatiger Verletzungspause feierte.

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Tiengens Trainer Oliver Neff lobte seine Mannschaft nach Spielende: "Wir haben auch nach dem 2:4 noch Druck gemacht. Drei Mal hintereinander haben wir jetzt knapp verloren." Positiv wirke sich auch der Schachzug aus, Karacan in den Sturm befördert und Leggio nach hinten zurück gezogen zu haben. "Danilo Leggio steht hinten sehr sicher", so Neff. Und Karacan traf bei drei Spielen als Stürmer fünf Mal. "Ich habe heute meiner Mutter beim Frühstück gesagt, dass ich drei Tore schieße", sagte er stolz. Er hatte Recht behalten.

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FSV Rheinfelden: Sawaneh – Salli (46. Strazzeri), Stangl, Eschbach – Mendy (90. Francesco Alfarano), Schott, Rueb, Kittel, Weis – De Franco (90.+3 Beltrani), Catanzaro (78. J. Jilg).

FC Tiengen 08: Hackenberger – Schilling, Ködel, Leggio, Le – Gallmann, Cascio, Ndow (62. Eichhorn) – Pipinic, Guarino, Karacan.

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