Fußball-Bezirksliga, Hochrhein

VfB Waldshut – FC RW Weilheim 0:2 (0:0). – Tore: 0:1 (52./FE) Rindt; 0:2 (74.) Emmerich. – SR: Riccardo Lombardo (Bad Säckingen). – Z.: 230. – Bes.: Kertoku (VfB/30.) verschießt FE.

Nils Mühlenweg war spätestens in der 52. Minute bedient: "Cihan Ceylan grätscht eindeutig den Ball ab und trifft erst danach den Gegenspieler", echauffierte sich der Trainer des VfB Waldshut über eine zumindest diskussionswürdige Strafstoß-Entscheidung von Riccardo Lombardo (Bad Säckingen): "Und dann pfeift er erst nach entsprechendem Zuruf von draußen", so Mühlenweg, der seine Elf bis dahin im Kellerduell der beiden Neulinge absolut im Vorteil sah.

Vehementer Widerspruch in dieser Szene hört sich anders an, denn auch RW-Trainer Dietmar Knab gab zu, dass er eher kein Foul an Luca Grabe gesehen hatte: "Ich weiß nicht, ob ich das gepfiffen hätte. Man muss nicht, kann aber. Allerdings hat er sich wirklich viel Zeit gelassen, bis er auf Strafstoß für uns entschieden hat. Wir haben uns jedenfalls nicht beschwert."

Sei es, wie es will. Routinier und Sportchef Alexander Rindt schnappte sich den Ball und traf zur 1:0-Führung der Weilheimer. Spätestens mit diesem Treffer hatte er seinen Fehler aus der ersten Hälfte wieder gut gemacht, als er gegen Shqiprim Kertoku im Strafraum einen Tick zu heftig in den Zweikampf ging. Kertoku wischte die alte Fußballer-Weisheit, dass der Gefoulte nicht selbst schießen soll, zur Seite – und zielte über das erstmals vom Ex-Waldshuter Tobias Elbing gehütete Weilheimer Tor.

So kamen die Gäste in den ersten 45 Minuten mit dem Schrecken davon. Schließlich hatten sowohl Mühlenweg als auch Knab die Gastgeber bis zur Pause im Vorteil gesehen: "Wir spielen über zwei Drittel des Platzes gut, wenn nicht gar überragend", so Mühlenweg und haderte: "Aber wenn es in den Strafsraum geht, fehlt uns die Kreativität und das Durchsetzungsvermögen."

Die Weilheimer machten es besser, denn als den Gastgebern scheinbar die Luft ausging, schlugen sie durch Michael Emmerich in der 74. Minute eiskalt zu und zurrten die drei Punkte fest. Dietmar Knab strich die Null bei der Ausbeute in der Fremde und freute sich über die andere Null, die Elbing festhielt: "Unser erstes Spiel ohne Gegentreffer."