Fußball-Kreisliga A, Ost: – Die Vorrunde zeigte sowohl die schöne als auch die hässliche Seite des Fußballs. Tolle Siege und viele Tore gab es zu bejubeln. Dafür trübten Spielabbrüche, nach einer rassistischen Beleidigung beim FC Weizen und einer Tätlichkeit gegen den Schiedsrichter beim SV Rheintal, eine eigentlich unterhaltsame Herbstserie.

Der Titelkampf ist jedenfalls sehr spannend. Fünf Clubs haben sich abgesetzt. Neben den Bezirksliga-Absteigern FC Geißlingen und FC Schlüchttal mischten der FC Hochrhein und der SV BW Murg sowie die SG Mettingen/Krenkingen mit.

Trainer Philip Brandl (FC Hochrhein): "Man kann nicht motzen. Allein die Möglichkeit, oben mitzuspielen, macht Spaß. Das wird noch ein ganz enger Tanz da oben – wir freuen uns darauf."
Trainer Philip Brandl (FC Hochrhein): "Man kann nicht motzen. Allein die Möglichkeit, oben mitzuspielen, macht Spaß. Das wird noch ein ganz enger Tanz da oben – wir freuen uns darauf."

Als Spitzenreiter bestätigt der FC Hochrhein die Meinung einiger Liga-Kenner. Die Elf von Philip Brandl galt im Sommer als Geheimtipp. "Man kann nicht motzen. Allein die Möglichkeit, oben mitzuspielen, macht Spaß", freut sich Brandl, dass sich seine Elf stabilisiert hat: "Aber das wird noch ein ganz enger Tanz da oben – wir freuen uns darauf." Nach dem schleppenden Start "entwickelte es sich in die richtige Richtung", so Brandl, der sich freut, dass Marc Voige nach einer halbjährigen Verletzungspause wieder trainiert.

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Personell nachgelegt hat der punktgleiche Verfolger SV BW Murg. Neben Offensivspieler Patrick Eßer (Dynamo Erkelenz) kamen die Torhüter Alexander Eckert (FC Wehr) und Steffen Birlin (FV Degerfelden) sowie Stürmer Adrian Sobczyk (FC Srbija Basel) im Winter. Trainer Sven Oertel und Co-Trainer Bekim Krueziu haben verlängert, alle Spieler sagten für die neue Saison bereits zu. Die Zeichen in Murg stehen offensichtlich auf Bezirksliga.

"Was die Qualität der Spieler angeht, sind wir gut aufgestellt. Wir können uns nur selber besiegen", mahnt Oertel. Gleich zum Start können die Murger in drei Heimspielen ein Zeichen setzen. Nacheinander gastieren der FC Geißlingen, der SV Berau und der FC Schlüchttal in der Breitematt. Besonders gegen den FC Geißlingen ist die Motivation groß. "Vor zwei Jahren haben wir sie zum Meister gemacht und dafür dort im Herbst mit 2:3 verloren. Da haben wir noch eine Rechnung offen", scherzt Oertel: "Jetzt reicht es mit Geschenken verteilen."

Trainer Sven Oertel (SV BW Murg): "Was die Qualität der Spieler angeht, sind wir gut aufgestellt. Wir können uns nur selber besiegen"
Trainer Sven Oertel (SV BW Murg): "Was die Qualität der Spieler angeht, sind wir gut aufgestellt. Wir können uns nur selber besiegen"

Trainer Andreas Bauhuber vom FC Geißlingen ist sich sicher: "Die direkten Vergleiche werden entscheiden. Gegen die vermeintlich Schwächeren darf man sich keine Ausrutscher erlauben." Nach dem mäßigen Start hat sich seine Elf gefestigt. An das 0:6 beim FC Hochrhein mag er sich nicht mehr erinnern. Die damalige Leistung seiner Spieler ist ihm bis heute ein Rätsel. Doch das Team hat die richtige Reaktion gezeigt und bis zum Schluss gepunktet. Im Winter kam der erfahrene Halil Agilkaya von AGS Lauchringen dazu. Yannik Rutschmann siegt nach seiner Pause wieder ein.

Den Wiederaufstieg haben Trainer Roberto Wenzler und der FC Schlüchttal ebenfalls im Blick. Die Elf ist im Fahrplan, denn Platz eins bis fünf war seine Vorgabe. Vereinschef Dieter Albicker kennt die Lage: "Vier, fünf Teams können Meister werden. Für mich ist der SV BW Murg der Favorit." Die Schlüchttaler kommen ohne die Gisinger-Brüder aus der Winterpause. Frederik Gisinger schloss sich dem FC Grießen an, Dominik Gisinger will nicht mehr spielen.

Im Sommer winkte Georg Isele, Trainer der SG Mettingen/Krenkingen, noch ab: "Meister? Nein." Der neue Trainer wollte sein Team stabilisieren. Das ist ihm bisher gut gelungen. Bei vier Punkten Rückstand zum Spitzenduo wäre es allerdings doch Tiefstapelei, wenn sich die SG mit Platz fünf zufrieden geben würde. So lange die Chance besteht, werden Iseles Kicker sicher dran glauben.