Volleyball, Bundesliga

Alpenvolleys Tirol

VfB Friedrichshafen

0:3

Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen haben den Wunsch ihres Trainers Vital Heynen erfüllt. Sie stehen schon nach zwei Partien im Finale der Deutschen Meisterschaft. Simon Tischer (Zuspiel), Bartlomiej Boladz (Diagonal), David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis (beide Annahme und Außenangriff), die Mittelblocker Phil Collin und Andreas Takvam sowie Libero Markus Steuerwald hatten im zweiten Duell der Best-of-three-Serie wenig Anlaufschwierigkeiten und überquerten in der Olympiahalle in Innsbruck gestern Abend beim 25:21, 25:20, 25:15 mühelos die „Hürde Alpenvolleys“. Kein drittes Spiel also, stattdessen eine längere Regenerationspause vor dem Finale (best of five) gegen Berlin, das Rhein-Main ebenfalls in zwei Spielen besiegt hat.

Nach durchwachsenem Beginn (5:3, 5:5) hatten sich die Gäste zur ersten Technischen Auszeit schon einen guten Vorsprung (8:5) herausgespielt, dabei aber auch im weiteren Verlauf des ersten Satzes nicht immer überzeugt (16:13). Die Alpenvolleys aus Haching und Innsbruck erleichterten mit ihren vielen Fehlern dem VfB das Siegen etwas. Takvam sorgte für das 25:21.

Nach dem Seitenwechsel ein ähnliches Bild: Der VfB führte, Haching glich aus. Bis ein umstrittener Angriff das 8:6 für die Gäste brachte, hatte keine Mannschaft sich Vorteile verschaffen können. Das änderte sich gewaltig, nachdem Protopsaltis seinen Hinterfeldangriff zum 12:10 verwandelt hatte. Jetzt hielt Friedrichshafen sein Sideout, mit zum Teil starken Angriffen (16:12, 22:16). Zu locker aber durften Tischer & Co. den Schlagabtausch nicht nehmen. Zwei Blocks und schon war Haching wieder dran (19:22). Zu mehr reichte es nicht. Viermal nahm der VfB Anlauf, dann beendete Takvam über die Mitte den zweiten Durchgang mit dem 25:20.

Längere Pause in der eher spärlich gefüllten Olympiahalle: Während die Hachinger und Innsbrucker verdiente und erfolgreiche Volleyballer ehrten, versuchten die VfB-Spieler ihre Konzentration hoch, ihren Rhythmus beizubehalten.

Das gelang. Und wenn Protopsaltis auch viermal anlaufen musste – er machte den Punkt zum 4:3, und zur ersten Technischen Auszeit hatte seine Mannschaft schon wieder drei Punkte Vorsprung (8:5). Der Hachinger Trainer Stefan Chritiansky war gezwungen, die erste Auszeit im dritten Durchgang zu nehmen, die Sieben nach dem 6:11 erneut auszurichten. Seine Worte halfen nicht. Der VfB setzte sich entscheidend ab (16:8). Jetzt flutschte es bei den Friedrichshafenern. Collin punktete nach Belieben, Tischer steuerte ein Ass bei (24:15) und blockte den letzten Halbfinalball zum 25:15.

„Wir haben uns im Vergleich zu unserem ersten Spiel gegen Haching gesteigert“, zeigte sich VfB-Trainer Heynen nach dem Sieg zufrieden. „Jetzt geht es darum, möglichst fit und gut vorbereitet in die Finals zu gehen.“