Volleyball-Bundesliga, Halbfinale: VfB Friedrichshafen – Hypo Tirol Alpenvolleys Haching (Sonntag, 14.30 Uhr, ZF Arena). – Der Gegner des VfB Friedrichshafen im Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft hat ein alt bekanntes Gesicht und ist gleichzeitig auch der Liganeuling. Der TSV Unterhaching und der österreichische Serienmeister aus Innsbruck machen seit 2017 gemeinsame Sache und gehen als Hypo Tirol Alpenvolleys Haching in der Volleyball-Bundesliga auf Punktejagd. Haching war einst schon Gegner in Finalserien gegen die Häfler, Innsbruck kennen die Volleyballer vom Bodensee aus Begegnungen im europäischen Oberhaus. Dass dieses Team von null auf gleich den Sprung in die Runde der letzten Vier geschafft hat, überrascht Vital Heynen wenig. „Haching hat sich Anfang der Saison schwergetan“, sagt der VfB-Trainer. „In den vergangen zwei Monaten haben sie aber als Mannschaft besser zusammengefunden und im Viertelfinale stark gespielt.“

Als Ligafünfter hatten die Volleys es im Viertelfinale mit Düren zu tun. Erst setzte es auswärts eine 1:3-Niederlage, ehe die Bayern mit österreichischem Einfluss in Innsbruck und in Düren die Partien jeweils mit 3:1 für sich entschieden. Wie auch Berlin und die United Volleys musste Haching über drei Partien den Weg ins Halbfinale gehen. Damit ist das erklärte Saisonziel schon erreicht. „Das ist gut für die Liga“, so Heynen. „Ich denke, dass diese starke Mannschaft weiter in Deutschland an den Start geht mit diesem Ergebnis.“

Für das Halbfinale ist der VfB-Gegner eher zurückhaltend optimistisch. „Realistisch betrachtet wird da wohl eher weniger gehen“, sagt Hachings Manager Hannes Kronthaler und erinnert sich auch an das erste Ligaspiel der Seinen in Friedrichshafen. Damals machten die Häfler zu Saisonbeginn kurzen Prozess mit dem Liganeuling, wobei die spürbare Nervosität der Volleys 20 Spiele später vermutlich weniger groß sein wird. Trotzdem bleibt der VfB in der Liga ungeschlagen und musste noch nicht einmal über fünf Sätze gehen. „Das 0:3 gegen Zaksa in der Champions League ist trotzdem noch in den Köpfen der Spieler“, mahnt Heynen. „Das ist aber nur logisch. Das müssen wir jetzt verdauen und einfach wieder zu unserem Spiel zurückfinden.“

Dafür hat der Cheftrainer seinen Spielern einen Tag frei gegeben, um dann in die Vorbereitung auf das erste Halbfinale einzusteigen. „Wir haben ganz gut trainiert“, ist Heynen optimistisch und vertraut auf sein bislang sehr erfolgreiches Team. „Wir müssen auf uns schauen und zu unserem Spiel zurückfinden. Dann schauen wir erst auf das Spiel des Gegners.“ (gek)