Volleyball, Bundesliga

Netzhoppers SolWo KW

VfB Friedrichshafen

1:3

Der VfB Friedrichshafen gewinnt sein letztes Spiel 2018. Mit 21:25, 25:19, 25:21 und 25:20 siegte das Team von Cheftrainer Vital Heynen am Samstagabend. Die Gäste vom Bodensee hatten vor allem im ersten Satz Probleme, ins eigenen Spiel zu finden, kamen aber im Verlauf der Partie besser in Tritt. Vor allem der "Mann des Matches", Athanasios Protopsaltis, überzeugte in der Partie, in der Neuzugang Rafael Redwitz seine ersten Einsatzminuten im VfB-Trikot bekam.

Die gute Nachricht gab es schon vor dem Spiel. Adrian Aciobanitei war nach seinen Meniskusproblemen zurück in der Mannschaft und mit zu den Netzhoppers SolWo Königspark KW gefahren. Kollege David Sossenheimer dagegen war nach einer Knöchelverletzung im Training in Friedrichshafen geblieben. Also schickte Vital Heynen mit Philipp Collin, Andreas Takvam (beide Mittelblock), Michal Petras, Athanasios Protopsaltis (beide Annahme und Außenangriff), Bartlomiej Boladz (Diagonal), Jakub Janouch (Zuspiel) und Libero Markus Steuerwald seine fitteste Truppe aufs Feld. Und die führte nach einem Takvam-Block gegen Jan Jalowietzki und durch einen klugen Angriff von Protopsaltis mit 7:5, gab diese Führung allerdings sofort wieder ab.

Die Netzhoppers waren in dieser Phase sicherer und warteten auf die sonst so seltenen Fehler der Friedrichshafener. Vor allem im Zusammenspiel von Janouch und seinen Angreifern war viel Sand im Getriebe. Erst passte der Hinterfeldangriff von Petras nicht (7:7), dann sprang Collin unter seinem Angriffsball hindurch (9:11). Thilo Späth-Westerholt kam für Petras und stabilisierte die Defensive. Der VfB holte sich mit Protopsaltis und immer wieder Boladz die Punkte, die er zuvor noch liegen gelassen hatte (12:14, 16:16). Zwei Schiedsrichterentscheidungen zuungunsten des VfB sorgten für die erneute Netzhoppers-Führung. Als Dirk Westphal aus fast unmöglicher Position zum 20:16 schmetterte, war der Satz für die Gastgeber fast schon durch. Protopsaltis robbte sein Team mit starken Aufschlägen noch einmal heran (20:22), doch der Aufschlagfehler des eingewechselten Jakob Günthör stoppte die Aufholjagd (20:23). Eine missglückte Annahme besorgte den Rest (21:25).

Der erste Satz war weg, von Panik aber keine Spur: Collin blockte sein Team zur ersten Führung (4:3). Dann kam erneut der etatmäßige Libero Thilo Späth-Westerholt für Petras und zeigte seine Offensivqualitäten. Drei Punkte in Folge erzielte er am Netz (11:9, 12:9, 13:9) und brachte seine Mannschaft endgültig in die Spur. Als TakvamCasey Schouten im Block abgeräumt hatte, raunte sogar das Heimpublikum anerkennend (18:14). Im weiteren Verlauf war es vor allem Boladz, der keine Zweifel mehr aufkommen lassen wollte (19:15, 22:18). Der Pole verteidigte zum Satzende glänzend, sodass Protopsaltis wenig Mühe hatte, das 25:19 einzutüten.

Dann ging's erstmals flott. Protopsaltis ging zum Aufschlag und setzte die Netzhoppers-Abwehr gehörig unter Druck. Das Resultat: Zwei schöne Blocks von Späth-Westerholt und Collin sowie Boladz, der die Abwehr von Steuerwald ein ums andere Mal verwertete (5:2, 9:2). Der lange verletzte Theo Timmermann kam bei KW zu seinem umjubelten Comeback, sonst gab es bei den Gastgebern wenig Grund zur Freude. Takvam blockte (13:7) den VfB schon weit in Front, ehe die Netzhoppers nach zwei missglückten Annahmen von Protopsaltis noch mal Morgenluft schnupperten (13:17, 15:18). Mehr als Schnuppern war es aber doch nicht. Auch deshalb, weil Boladz beim einem schwierigen Angriffsball die Nerven behielt (23:20) und Casey Schouten seine Punktchance neben das Feld drosch (20:24). Der Aufschlag von Westphal landete zum 25:21 für den VfB im Netz.

Der Tabellenachte aus Brandenburg wollte den Schwung aus dem dritten in den vierten Durchgang mitnehmen. Nach dem Ass von Schouten schien das zu gelingen (4:2). Philipp Collin nahm mit einem sehenswerten Block gegen diesen allerdings im Handstreich den Wind aus den Segeln der Gastgeber (4:4). Boladz schlug gut auf, Block und Feldabwehr standen, Takvam markierte durch die Mitte das zwischenzeitliche 13:7. Friedrichshafen spielte das routiniert zu Ende, sodass VfB-Trainer Vital Heynen beim Stand von 20:14 Zuspieler-Neuzugang Rafael Redwitz seine ersten Minuten auf dem Feld verschaffte. Der gebürtige Kubaner führte von da an Regie und sein Team zum Sieg. Philipp Collin machte den Deckel drauf (25:20).