Volleyball, 2. Bundesliga

SV Schwaig

TSV Mimmenhausen

3:2

Der TSV Mimmenhausen hat auch das zweite Spiel 2019 im Tiebreak verloren. Nach dem 23:25, 25:23, 25:20, 17:25 und 13:15 aus TSV-Sicht schwankte Christian Pampel zwischen Zufriedenheit mit dem einen Punkt und Bedauern, dass seine Mannschaft ihre Chancen nicht genutzt hatte, um mehr daraus zu machen. „Schade“, sagte der Spielertrainer des Aufsteigers, „dass wir nicht zwei Punkte geholt haben“. Die seien absolut in Reichweite gewesen. Als fairer Sportsmann fügte er aber auch an, dass „der Sieg für Schwaig in Ordnung“ gehe. Kleinigkeiten hätten den Ausschlag gegeben.

Wie die, zum Beispiel, im Tiebreak. Statt seiner Taktik zu folgen und die Linie zuzumachen, blieb die offen und Schwaig machte die Punkte. Die beiden „echten Fehler“ kosteten nach Pampels Meinung den Mimmenhausener Sieg. In einer Partie, in der „wir im ersten und vierten Satz nicht gut gespielt haben.“ Und im ersten waren beide Mannschaften von ihrer besten Form entfernt, „den Zuschauern kann das nicht gefallen haben“, erzählte Pampel von „Aufschlagfehlern, schwacher Annahme“ und einem Duell „ohne Kampf“. Umso mehr freute er sich über die Vorstellung im zweiten Satz. In dem hätten die Volleyballer vom Bodensee die beiden starken Schwaiger Hauprangreifer „rausgeballert“. Den einen über erfolgreiche Blocks, den anderen in der Annahme über gute Mimmenhausener Aufschläge. „Wir sind schneller aufgewacht als Schwaig!“ Die Gäste hielten auch danach die Augen offen, setzten mit guter Abwehr viele abgewehrte Schwaiger Angriffe in Punkte um, führten nach dem 25:20 mit 2:1. Zum 3:1 reichte es aber nicht.

Einer der Gründe dafür klingt weniger nach einer Kleinigkeit: „Andere Mannschaften können wechseln, wir nicht“, stellte Christian Pampel zum wiederholten Male fest. Die nächsten drei Wochen fehlt Thomas Wolters in der Annahme wegen Uni-Prüfungen. Pampel muss froh sein, dass er derzeit auf der Annahme-Außenangriff-Position wenigstens noch zwei einsatzbereite Spieler hat, und er muss akzeptieren, dass einer von ihnen vergangene Woche Nachtschicht hatte. Probleme, die Schwaig nicht kennt. Für Florian Tafelmayer und Perica Stanic kamen, wie schon zeitweise im zweiten Durchgang, Christian Schwabe und Yannik Klement.

„Im Angriff machten wir anfangs Fehler, lagen schnell hinten“, erinnerte sich Christian Pampel an den Auftakt im vierten Abschnitt. Und beim „schauen, was die neuen Spieler machen“, hat der TSV Mimmenhausen weitere Punkte liegen lassen. „Dann war der Satz weg“, resümierte der Mimmenhausener Trainer ernüchtert. Und am Ende dann auch das gesamte Spiel, weil der TSV Mimmenhausen sein „erstes Ziel, gut zu spielen“ (Pampel), nicht in allen Durchgängen erreicht hatte.

TSV Mimmenhausen: Lukas Diwersy, Pilihaci, Streibl, Pampel, Hoffmann, Birkenberg, Ott, M. Diwersy.