Handball-Oberliga: TuS Steißlingen – SG H2Ku Herrenberg (Sonntag, 16.30 Uhr, Mindlestalhalle). – Auf den TuS wartet das nächste Handballschwergewicht. Herrenberg ist ein ehemaliger Zweitligist, der gerade erst so richtig ins Rollen kommt.

Die SG gehört zu den renommiertesten Vereinen in der Oberliga und hat sich als mittelfristiges Ziel den Aufstieg in die 3. Liga gesetzt. Vergangene Saison gab es für den TuS eine deutliche 25:33-Auswärtsniederlage. Im Rückspiel lieferte er sich einen großen Kampf und unterlag knapp und unglücklich mit 25:26. Am elften Spieltag heißt die Paarung nun: Tabellendritter SG (12:8 Punkte) gegen Tabellensiebten TuS (11:9). Dies dokumentiert, wie eng es in der Oberliga zugeht. Die SG hat bereits zweimal auswärts gepunktet, auch zu Hause lief es für die Gäste rund. Umso höher lässt sich die Leistung der Herrenberger einschätzen, wer sich deren personelle Situation anschaut. Die SG läuft schon seit Saisonbeginn in der Regel mit nur acht bis neun gesunden Feldspielern auf. Trotz allem kommt Herrenberg mit dem Rückenwind von drei Siegen in Folge an den Bodensee.

Der TuS ist Außenseiter, will aber die gute Heimbilanz aufbessern. Dabei braucht es eine Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen. Es war erschreckend, wie oft die Steißlinger vergangene Woche nach technischen Unzulänglichkeiten den Ball an Pforzheim abgaben, zudem verloren sie manchmal erneut den Kopf. Gegen Herrenberg müssen die Steißlinger eine deutlich höhere Passgenauigkeit an den Tag legen. Aufbauen lässt sich auf der Defensive, die über weite Strecken solide agierte. Ein besonderes Augenmerk müssen sie auf Sandro Münch legen (73 Tore). „Wir haben hart an unserem Angriffsspiel gearbeitet, ich hoffe, das trägt Früchte. Herrenberg war zuletzt richtig gut drauf. Um es zu besiegen, brauchen wir einen außergewöhnlich guten Tag“, sagt der Steißlinger Trainer Jonathan Stich. (mw)