Volleyball, 2. Bundesliga

TSV Mimmenhausen

TV/DJK Hammelburg

2:3

Der TSV Mimmenhausen hat den Auftakt in die Rückrunde versemmelt. Die Mannschaft von Spielertrainer Christian Pampel unterlag dem „historischen“ (Abteilungsleiter Klaus Diewersy), weil ersten Zweitligagegner Hammelburg aber erst nach hartem, schon aussichtslos scheinendem Kampf mit 2:3 (18:25, 21:25, 25:18, 25:19 und 9:15).

Mit den „klassischen Waffen“ (Pampel) wollten die Mimmenhausener ihre Gäste schlagen. Jedenfalls hatten sie sich das vorgenommen. Der Aufschlag klappte im ersten Satz, Hammelburg hatte Mühe, sein Spiel aufzuziehen, die Feldabwehr hielt viele Bälle im Spiel. Die Blau-Gelben aber profitierten davon nicht (8:7, 1:13, 16:14), weil sie selbst zu viele Fehler, vor allem in der Annahme, produzierten (16:19). Als Thomas Wolters von Doru Pilihaci ersetzt wurde, war der Satz schon weg (16:21).

Mit Wolters in der Annahme ging der TSV in den zweiten Durchgang. Der verlief ähnlich wie der erste. In der Annahme zu wacklig, musste Mimmenhausen über den Kampf in die Partie finden. Das gelang, mit vereinten Kräften (8:6). Zeitweise. Umso ärgerlicher, dass kleine Vorsprünge gleich wieder verspielt wurden (9:6, 13:14, 17:15, 17:18). Weil Mimmenhausen jetzt auch die einfachsten Dinge misslangen, hatte Hammelburg leichtes Spiel und vier Satzbälle (24:20). Da ließ der 25. Punkt nicht lange auf sich warten. Pampel geriet sein Aufschlag zu lang – 21:25.

Keine wesentliche Veränderung nach dem Wechsel (8:6): Mimmenhausen bekam Oscar Benner, den Hammelburger Diagonalangreifer nicht in den Griff, Hammelburg Christian Pampel auch nicht. Vier Punkte in Folge gelangen dem Spielertrainer zum 12:8. Mit einem stabilen Side out sollte der Satz doch eine Mimmenhausener Beute werden. Aber Co-Trainer Christian Oswald musste die nächste Auszeit nehmen (14:13). In der berappelten sich Pampel & Co. (16:13), aber sicher wirkte ihr Spiel nicht. Nicht einmal dann, als Benner seinen Angriff (ohne TSV-Block) ins Aus prügelte (17:13) (17:16, 18:18). Der Ex-Häfler Moritz Rauber half den Gastgebern mit seinem Angriff ins Aus, und Pilihacis Aufschläge. „Der TSV ist wieder da“, sangen die Fans lange vor dem Satzball. Plötzlich war Stimmung in der Halle und Zug auf dem Spielfeld. Ein Schnellangriff brachte das 25:18 – und Hoffnung auf mehr.

Als hätte der Satzgewinn alle Bremsen gelöst – der TSV spielte nun wie entfesselt (8:3), alles klappte wie aus einem Guss: Aufschlag, Side out und vor allem der Block. Hammelburg fand keine Lösungen mehr gegen den TSV-Express (16:8) unter Volldampf (20:12, 24:17). Jonas Hoffmann machte das 25:19.

Tiebreak! Das Lotteriespiel, das Mimmenhausen 2018 kein einziges Mal verloren hatte. „Macht sie alle, schießt sie aus der Halle“, skandierten die Fans. Den Wunsch konnten Pampel & Co. dieses Mal nicht erfüllen. Die Hammelburger Wechselspieler profitierten von Mimmenhausener Fehlern (8:6, 13:7) und machten mit dem 15:9 den Sack zu. „Wir haben insgesamt zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Christian Pampel über die verpassten Gelegenheiten. „Aber immerhin haben wir noch einen Punkt geholt.“