Fußball, Landesliga: Der vorletzte Spieltag der Hinrunde zeigte in der Landesliga eines ganz deutlich: Die von den Trainern viel zitierte These, dass jeder jeden schlagen könne, scheint zu passen. So verlor Tabellenführer DJK Donaueschingen gegen ein Team, das auf einem Abstiegsrang steht, und Verfolger FC 08 Villingen II steht nach dem Heimspiel gegen Löffingen ebenfalls mit leeren Händen da. Es siegte kein Team der oberen Tabellenhälfte, während die SpVgg F.A.L. und – noch beeindruckender – der FC Hilzingen ihren Aufwärtstrend fortsetzten.

Die größte Kulisse aber gab es in Walbertsweiler. Über 300 Zuschauer sahen ein temperamentvolles Spiel ohne Sieger, der FV Walbertsweiler/Rengetsweiler und der FC Singen 04 trennten sich mit einem gerechten 1:1.

„Ja, das war ein interessantes und spannendes Spiel, das sowohl vom Kampf als auch von der Laufbereitschaft der Spieler auf einem hohen Niveau stand“, blickt Gästetrainer Wolfgang Stolpa auf die Begegnung zurück. Und FV-Spielertrainer Stefan Bach bilanziert: "Auf Grund des gesamten Spielverlaufs ist das Unentschieden wohl gerecht“ und geht dann ein klein wenig ins Detail: „Hätten wir unsere Chancen in den ersten 15 Minuten genutzt, dann hätten wir das Spiel wohl gewonnen. Aber uns fehlt schon die ganze Vorrunde über das Glück. So gesehen kann man das Spiel vom Samstag auch als Spiegelbild der gesamten Vorrunde nehmen. Wir sind relativ gut gestartet. Mit Verlauf der Vorrunde wurden unsere Leistungen dann aber schwächer, und wir haben es dem Gegner oft viel zu einfach gemacht. Nach vorne fehlte oft das Glück und auch die Durchschlagkraft.“

So scheiterten die Gastgeber mit einem platzierten Freistoß an Gästekeeper Benjamin Sauter, doch auf der anderen Seite endete ein Angriff der Gäste an der Latte des FV-Tors. „Beide Mannschaften hätten noch gewinnen können“, so Stolpa, der dann aber ebenfalls betont: „Das war eine gerechte Punkteteilung. Wir sind damit vor dem letzten Spieltag der Hinrunde voll im Soll!“.

Elf Zähler weniger hat der FV Walbertsweiler-Rengetsweiler hingegen auf dem Konto und steht damit auf einem Abstiegsrang. Von „voll im Soll“ kann daher keine Rede sein. „Ich bin zuversichtlich, dass wir aus der Region wieder rauskommen und uns ins Mittelfeld der Tabelle vorarbeiten werden – was auch unser Saisonziel ist.“ Um dieses Ziel realisieren zu können, scheint der FV in der Winterpause auch noch personelle Anpassungen zu planen, so dass Stefan Bach verspricht: „Wir werden in der Rückrunde eine bessere Rolle spielen!“

Zunächst aber geht es am kommenden Wochenende zum Schlusslicht nach Markdorf. Mit weiteren drei Punkten in dieser Partie könnte der FV Walbertsweiler-Rengetsweiler die Abstiegszone verlassen.