Volleyball, Champions League: VfB Friedrichshafen – Zenit St. Petersburg (Mittwoch, 20 Uhr). – Zum dritten Spieltag in der Gruppenphase der Champions League kommt am Mittwochabend mit Zenit St. Petersburg nicht nur der vermutlich stärkste Gegner in die ZF Arena. Die Russen bringen mit dem Ex-Friedrichshafener Georg Grozer zudem einen alten Bekannten mit. Grozer will selbstverständlich mit seinem Team drei Punkte vom Bodensee entführen. Gleichzeitig tritt der 34-Jährige aber auch an dem Ort an, an dem seine Weltkarriere 2008 begann.

"Der beste Diagonalangreifer auf dieser Welt"

Wenn VfB-Trainer Vital Heynen von Georg Grozer redet, dann spricht er von einem „der besten Diagonalangreifer auf dieser Welt“. Wenn Grozer, in Diensten von Gegner Zenit St. Petersburg, von Vital Heynen spricht, dann hat er ebenfalls nur Gutes für den Belgier übrig. Solche Worte „aus dem Mund des wahrscheinlich weltbesten Trainers“ zu hören, sei „eine Ehre“ für ihn. Grozer weiß, dass Heynen ihn „in- und auswendig kennt“ und sich „schon eine besondere Taktik“ ausdenken wird. Heynen ist sich sicher, dass genau das der Schlüssel zum Sieg sein könnte: Grozer zu stoppen. Der deutsche Nationalspieler befindet sich im Moment allerdings in einer großartigen Form. „In den letzten drei Spielen nach der Weihnachtspause war Georg überragend“, so Heynen. „In drei Spielen keinen Satz abzugeben, ist schon beeindruckend.“

Grozer freut sich auf das Duell mit Friedrichshafen

Der Superstar freut sich auf das Spiel. „Ich habe hier mein allererstes Champions-League-Spiel gemacht“, erinnert sich der inzwischen 34-Jährige. Das war 2008. 2010 verließ Grozer den VfB. 2014 holte er sich mit Belgorod Europas Königsklasse und wurde Klubweltmeister. „Es ist wirklich ein tolles Gefühl und eine Ehre für mich, dass ich nochmal hier spielen darf“, so Grozer.

Viele VfB-Spieler sind angeschlagen

Heynen hat derweil nicht nur mit dem starken Gegner zu tun, sondern auch mit dem eigenen Team. Viele Spieler sind angeschlagen und David Sossenheimer wird auch am Mittwoch nicht als Außenangreifer auflaufen können. Dazu kam am Montag noch eine weitere Nachricht aus dem Lazarett. Libero Markus Steuerwald, der sich im Heimspiel gegen die SVG Lüneburg an der Schulter verletzt hatte, wird am Mittwoch nur zuschauen können.

Petersburg kommt mit starkem Kader

Personalprobleme, die St. Petersburg nicht kennt. Neben Grozer trifft der VfB auch auf Oreol Camejo, einen Cubaner, den Vital Heynen besonders auf dem Zettel hat. Außerdem wechselten viele russische Nationalspieler vor der Saison von Europas überragendem Team Zenit Kazan zu Zenit St. Petersburg. Auch der Ex-Friedrichshafener Lukas Divis steht in Diensten der Russen. Punkte braucht am Mittwoch aber nicht nur der VfB. „Wir haben zwar beide Spiele bisher gewonnen“, erklärt Georg Grozer. „Aber wir haben lediglich vier Punkte auf dem Konto. Für uns wäre ein klarer Sieg enorm wichtig.“