Handball: Drei Wochen vor dem ersten Spiel in der 2. Bundesliga hat der Endspurt der Saisonvorbereitung begonnen. Nach einem intensiven Trainingslager in der Sportschule Ruit testet Zweitligist HSG Konstanz seine Form am Mittwoch, 18 Uhr, gegen den Schweizer Topclub BSV Bern, am Freitag, 19.30 Uhr, folgt ein Vergleich mit Traditionsverein GC Amicitia Zürich. Gegen die beiden Nationalliga-A-Vertreter, Bern stand zuletzt gar im Halbfinale der Schweizer Meisterschaft, erhofft sich HSG-Cheftrainer Daniel Eblen echte Härtetests. Beide Partien finden aufgrund von Renovierungsarbeiten in der Konstanzer Schänzle-Sporthalle in der Egelsee-Sporthalle Kreuzlingen statt.

Eblen: „Harte Arbeit“ in Ruit

Nach drei Einheiten pro Tag beim dreitägigen Trainingslager in der Sportschule Ruit lobte Eblen seine Spieler „für harte Arbeit“. Schwerpunkte bildeten die Detailarbeit in der Abwehr sowie das Zusammenspiel im Angriff. Den Abschluss der Trainingstage markierten immer individuelle Einheiten. „Die Voraussetzungen waren sehr gut“, freute sich der HSG-Coach und lobte seine Spieler für den gezeigten Einsatz. Sein bisheriges Gesamtfazit der Vorbereitung fällt allerdings dennoch gespalten aus. „Handballerisch“, so der 44-Jährige, „war das schon gut.“ Mit Blick auf die letzten Testspiele und Turniereindrücke merkte er jedoch auch kritisch an, dass „der 100-prozentige Wettkampfmodus“ noch nicht gefunden sei. „Hier müssen wir jetzt drankommen“, fordert er.

Echter Härtetest gegen Bern

Dazu sollen die beiden Partien in Kreuzlingen gegen die Schweizer Nationalliga-A-Clubs BSV Bern am Mittwoch und am Freitag gegen GC Amicita Zürich dienen. Insbesondere im Duell mit dem Meisterschafts-Halbfinalteilnehmer und dreifachen Titelträger Bern wartet auf die Konstanzer ein echter Härtetest und „Topniveau“ (Eblen). Trainer des aktuellen Europapokal-Starters ist mit Aco Stevic ein ehemaliger Trainer aus der 2. Bundesliga, im Rückraum sorgt der ehemalige deutsche Erstligaspieler Matthias Gerlich, der unter anderem auch schon bei den Rhein-Neckar Löwen unter Vertrag stand, für Tore.

Zürich mit starkem Aufgebot

Ähnlich in Zürich. Beim 21-fachen Meister stehen mit Tim Sartisson, Jost Brückner und Manuel Frietsch ebenfalls drei Akteure, die schon in der 1. oder 2. Bundesliga in Deutschland aktiv waren, im Aufgebot. Dazu der 165-fache österreichische Nationaltorhüter Nikola Marinovic.

Automatismen im Spiel umsetzen

Die Vorgaben und Automatismen, die im Training mittlerweile erarbeitet wurden, sollen gegen starke Gegner nun im Spiel umgesetzt werden – so wünscht es sich Daniel Eblen. Ganz wichtig ist ihm zudem, dass sich seine Mannschaft ähnlich kämpferisch wie im echten Wettkampf zeigt und so langsam in Fahrt für den Ernstfall kommt. Am 24. August fällt der Zweitliga-Startschuss beim Ex-Erstligisten TV Hüttenberg, am 30. August kommt Erstliga-Absteiger um Weltmeister Mimi Kraus zum ersten Heimspiel in die Schänzlehalle. Tickets sind bereits unter www.hsgkonstanz.de/tickets erhältlich.