Handball, 3. Liga: HSG Konstanz – TSB Heilbronn-Horkheim (heute, 20 Uhr, Schänzle-Sporthalle). – Das wochenlange Fiebern darauf hat am Tag des sechsten Bundesliga-Superballs ein Ende. Ab 11 Uhr zieht der Handball die Region in seinen Bann (siehe Kasten). Die Spieler sind elektrisiert, die Fans sowieso. Bis Freitagmorgen wurden 1450 Tickets abgesetzt, die Veranstalter rechnen mit einer proppenvollen und stimmungsvollen „Schänzle-Hölle“.

Fünfmal blieb die HSG Konstanz Sieger

Fünfmal wurde der Superball bislang ausgetragen, fünfmal blieb die HSG Konstanz Sieger. Trotz schwerer Gegner. Ist also die große Unterstützung und besondere Atmosphäre das Erfolgsrezept? Cheftrainer Daniel Eblen schmunzelt und sagt: „Ich habe noch keine wissenschaftliche Studie anfertigen lassen.“ Doch auch dem 44-Jährigen ist der positive Effekt auf seine Spieler bekannt. „Das pusht schon, die Stimmung ist immer etwas ganz Besonderes.“ Der Gegner allerdings auch.

Heilbronn-Horkheim zweimal Vizemeister

In den beiden vergangenen Spielzeiten war Heilbronn-Horkheim jeweils Vizemeister. In dieser Saison führten die Württemberger das Tableau lange an. Bis die HSG Konstanz kam, eine nahezu perfekte Leistung ablieferte und mit 34:25 triumphierte. Eblen wiegelt bei der Erinnerung an diesen Sahnetag umgehend ab. Ein gutes Spiel seiner Mannschaft, zweifellos, aber auch ein schlechter Tag beim Gegner. „Deshalb spielt diese Begegnung für uns keine Rolle mehr.“

Was aus der Papierschnipsel-Geschichte wurde

Die Geschichte rund um die Papierschnipsel, die unter „#Konfettigate“ in den sozialen Medien die Runde machte, schon. Wie so oft im Leben wurde aus etwas zunächst Negativem, dem Konfetti-Verbot, eine wunderbare Geschichte an Kreativität der HSG-Fans und viel Herzlichkeit und Gastfreundschaft der einheimischen Anhänger, sodass es nun ein großes Treffen der befreundeten Fangruppen in Konstanz geben wird. Für 60 Minuten wird allerdings diese Freundschaft ruhen. Heilbronn wird auf Revanche aus sein, Konstanz möchte mit einem Erfolg über den Verfolger einen wichtigen Schritt Richtung Aufstiegsspiele machen.

Mit viel Tempo und Umschaltspiel

„Eine tolle Mannschaft“, sagt Eblen über den TSB, der als Nachfolger von Volker Blumenschein für die nächste Saison mit Michael Schweikardt den 35-jährigen Mittelmann des Erstligisten TVB Stuttgart verpflichtet hat. Im Kader der Horkheimer sind neben einigen Talenten auch Spieler wie Pierre Freudl oder Oliver Hess, die über viel Erfahrung in der 1. und 2. Bundesliga verfügen. „Sie spielen mit viel Tempo im Umschaltspiel, aber sehr geordnet mit einigen Varianten im Positionsangriff“, warnt der HSG-Coach, und die Abwehr des Kontrahenten „muss man erst einmal knacken“.

Die Bühne ist bereitet

Obwohl in der eigenen Defensive und im Angriff zuletzt auch noch nicht alles optimal gelaufen war, hat sich Tabellenführer Konstanz stets auf seinen Willen verlassen können, mit dem die Siege hart erkämpft wurden. Einsatz und Teamleistung hatten gestimmt. „Das ist Grundvoraussetzung“, sagt Eblen. „Das muss etwas sein, was uns grundsätzlich auszeichnet.“ Mit der Rückkehr von Fabian Maier-Hasselmann nach langer Verletzungspause können die Konstanzer Verantwortlichen aus dem Vollen schöpfen. Für das I-Tüpfelchen auf dem Konstanzer Handball-Tag, sind seine „Jungs“ verantwortlich. Die Bühne ist bereitet. (joa)

SV Allensbach top motiviert gegen Ketsch

3. Liga Süd, Frauen: SV Allensbach – Junior Bären Ketsch (Samstag, 17.30 Uhr). – Zwei Wochen Spielpause liegen hinter den Drittligahandballerinnen des SV Allensbach. Davor war ihnen ein überzeugender Auswärtssieg beim Aufsteiger SG Kappelwindeck/Steinbach (33:22) gelungen. Der Superball in der Konstanzer Schänzlehalle läutet nun den Start in die finale Phase der Saison ein.

Handballerinnen stehen auf Rang zwei

Die Allensbacherinnen stehen aktuell auf dem zweiten Tabellenplatz, Gröbenzell mit einem Spiel weniger direkt dahinter. Aber auch Tabellenführer Freiburg ist mit vier Punkten Vorsprung noch immer in Reichweite. Nur der erste Platz berechtigt am Ende der Saison zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation mit den Meistern der vier Staffeln. Um den Blick weiterhin nach oben richten zu können, muss der SVA sein Heimspiel beim Superball gewinnen. Leicht wird es gegen die Zweitligareserve der Kurpfalz Bären aus Ketsch nicht, spielen bei ihr doch immer wieder Spielerinnen aus der ersten Mannschaft mit. So auch im Hinspiel, welches die Mannschaft von Trainerin Sandra Reichmann und Teamchef Oliver Lebherz aber trotzdem für sich entscheiden konnte (32:26).

Erster Heimsieg 2019 soll her

Beim Superball im vergangenen Jahr zeigten die Allensbacherinnen eine starke Leistung gegen den ESV Regensburg (33:24) und konnten die darauffolgenden Spiele alle gewinnen. Um dies zu wiederholen, muss es den Allensbacherinnen gelingen, aus einer sicheren Defensive heraus ihr Tempospiel aufzuziehen und einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle zu erzielen. Mit Kimberly Gisa und Leonie Kuntz werden erstmals die beiden Jugendnationalspielerinnen des SV Allensbach dabei sein. „Wir freuen uns auf eine tolle Kulisse, wollen den ersten Heimsieg im Jahr 2019 und oben angreifen“, freut sich Vorstand Andreas Spiegel auf das Heimspiel und den Superball. (asp)