3. Handball-Bundesliga, Frauen: SV Allensbach – HCD Gröbenzell (Samstag, 19.30 Uhr, Riesenberghalle, Kaltbrunn). – Nach zuletzt zwei Niederlagen und einem Remis zum Start in die Rückrunde, wollen die Drittligahandballerinnen des SVA im Heimspiel wieder doppelt punkten, um den Anschluss an die HSG Freiburg nicht zu verlieren und Platz zwei zu sichern. Ein einfaches Unterfangen wird das nicht. Gröbenzell verlor am vergangenen Spieltag unerwartet gegen Abstiegskandidat Würm-Mitte (29:30) und wird alles daran setzen, diese Niederlage vergessen zu machen. Beim Zweitligaabsteiger ragen gleich mehrere Spielerinnen heraus. Beatrice Mazzucco zeigt sich auf Außen treffsicher, im Rückraum zieht Amelie Bayerl die Fäden und am Kreis ist Lisa Antl gefährlich.

Für die Allensbacherinnen wird es darum gehen, diese Achse in den Griff zu bekommen. Dass sie dazu im Stande sind, haben die Frauen im Hinspiel bewiesen, als sie den HCD in eigener Halle mit 34:31 besiegen konnten. Nach dem hart umkämpften Spiel in Freiburg haben Trainerin Sandra Reichmann und Teamchef Oliver Lebherz in der Trainingswoche vor allem an der Feinjustierung in der Defensive und der Torgefahr im Angriff gearbeitet. Auch in diesem Spitzenspiel werden wieder Kleinigkeiten entscheiden, deshalb wird der Faktor „Heimspiel“ ebenfalls ein ganz wichtiger sein. Der SVA hofft dabei auch auf eine volle Halle. In der letzten Heimpartie gegen Haunstetten zeigten die Mädels vom Bodensee eine starke Leistung, an die sie heute gerne anknüpfen möchten. Außerdem besteht wieder die Möglichkeit sich Tickets für den Superball, der am 9. März in der Konstanzer Schänzlehalle stattfindet, zu sichern.

Kaderplanung schreitet voran

Mit dem Trio Sarah Rothmund, Nadja Greinert und Julia Willauer bleiben dem Drittligateam sehr erfahrenen Spielerinnen erhalten. Alle drei bilden seit Jahren das Gerüst der Mannschaft. „Ich finde, das Gesamtpaket stimmt hier und darum gehe ich weiter für den SVA auf Punktejagd. Zudem möchte ich meine Erfahrung an die jungen Spielerinnen weitergeben“, erklärt Urgestein Rothmund ihre Zusage. Auch Co-Kapitänin Nadja Greinert freut sich darauf, weiter das gelb-blaue Trikot zu tragen. „Ich fühle mich privat und sportlich wohl“, sagt die 25-Jährige. Spielführerin Julia Willauer kämpft sich gerade nach einer Knie-OP zurück und will in der kommenden Saison noch mal angreifen. „Als der Verein mir trotz meines dritten Kreuzbandrisses eine Vertragsverlängerung angeboten hat, habe ich mich sehr gefreut. Das zeigt mir, dass der Verein mich unterstützt und mir großes Vertrauen entgegenbringt“, freut sich Willauer und ergänzt: „Ich weiß, dass ich keinen Druck habe und mich voll auf mein Ziel konzentrieren kann: fit werden, um beim SVA Handball zu spielen.“

Leonie Scholl wird ebenfalls weiter in Allensbach auflaufen. Die 20-Jährige gehört zur jüngeren Garde, geht aber bereits in ihre dritte Saison. „Ich habe mich entschieden, weiter hier zu spielen, da ich mich in der Mannschaft sehr wohl fühle. Und ich habe die Möglichkeit, Studium und Handball zu vereinbaren“, sagt Scholl. Vorstand Andreas Spiegel: „Leonie hat sich bei uns toll entwickelt. An ihrer Durchsetzungsfähigkeit im Rückraum werden wir viel Freude haben. Sarah, Nadja und Julia sind absolute Identifikationsfiguren des SV Allensbach und werden das Team mit ihrer Erfahrung anführen.“ (as)