Hallenradsport: Der RMSV „Edelweiß“ 1899 Aach ist zum 20. Mal der erfolgreichste Hallenradsportverein Deutschlands: Der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) hat den Hegauern erneut den Gold-Pokal verliehen. Wie in den vergangenen Jahren war es erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Aach und Steinhöring. Seit 2008 haben die beiden Vereine fast im jährlichen Wechsel die Gold-Pokal-Wertung unter sich ausgemacht.

„Dass wir 2018 wieder dick im Rennen bei der Gold-Pokal-Wertung sind, war nach den Erfolgen an den Deutschen Meisterschaften der Junioren und Schüler nicht auszuschließen. Dass es erneut geklappt hat, ist umso erfreulicher“, so Aachs Cheftrainerin Katja Gaißer. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir in den letzten Jahren viel Zeit in unseren Nachwuchs investiert haben“. Traditionell wird der Gold-Pokal an der Deutschen Schülermeisterschaften übergeben, die im Juni im fränkischen Ebersdorf (bei Coburg) stattfinden wird. Bereits zum 20. Mal werden die Aacher Kunst- und Einradsportler vom BDR zu Deutschlands erfolgreichstem Hallenradsportverein gekürt. Nach 1987, 1990, 1991, 1997, 1998, 1999, 2000, 2002, 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2010, 2011, 2012, 2015 und 2017 wird der Gold-Pokal 2018 einen Platz im Aacher Trophäenschrank finden.

Der Verein aus dem Radsportbezirk Hegau-Bodensee um die zweifache 4er Kunstrad-Weltmeisterin und Cheftrainerin Katja Gaißer wird geprägt vom Mannschaftskunst- und Einradsport. Für die Verantwortlichen des RMSV Aach kam der Gold-Pokal nicht unerwartet. In den letzten knapp 40 Jahren war der Verein immer unter den Top Drei der deutschen Hallenradsportvereine platziert, obwohl die Spitze von Jahr zu Jahr immer dichter zusammenrückt. „In diesem Jahr waren wir nur mit unseren Nachwuchsmannschaften im Schüler- und Juniorenbereich an den Deutschen Meisterschaften vertreten. Im Gegensatz zu Steinhöring und den anderen Vereinen waren wir auch 2018 mit keiner Elitemannschaft an der Deutschen Meisterschaft in Neresheim am Start“, so Katja Gaißer. „Für die Aacher Einwohner ist ein Deutscher Meistertitel fast eine Selbstverständlichkeit, obwohl es immer schwieriger wird, Schule, Beruf und Training unter einen Hut zu bringen." Vier DM-Titel sowie 3 x Silber bzw. 1 x Bronze konnten die Schüler in Worms erringen, während die Juniorinnen mit 2 x DM-Gold und 1 x Silber von der Junioren-DM aus Nufringen zurückkehrten und damit den Grundstein gelegt hatten. „Die Medaillenausbeute war aus unserer Sicht fast optimal, wenn auch die Juniorinnen in ihrer Paradedisziplin, dem 6er Kunstrad, einen Blackout verkraften mussten und statt dem erhofften DM-Gold mit Platz sechs zufrieden sein mussten“, so die erfolgreiche Cheftrainerin. „In den beiden letzten Jahren konnten wir die Ernte unserer Investition in den Nachwuchs einfahren und hoffen, dass uns dies auch 2019 gelingen wird. Altersbedingt wird es jedoch einige Wechsel in den Juniorenbereich geben. Diese Mannschaften müssen sich dort erst etablieren“.

„Der Gold-Pokal lässt sich leider nicht wie in anderen Sportarten versilbern. Außer dem Pokal gibt es nichts“, so die RMSV-Vorsitzende Petra Wiedenmaier „Hinter diesen Erfolgen steckt jede Menge Arbeit mit unserem Nachwuchs, die unser Trainerteam mit großem Engagement leistet. Ganz zu schweigen von den hohen finanziellen Aufwendungen, die der Verein für die vielen und teilweise weiten Reisen zu den Wettkämpfen leisten muss. Hier wäre eine finanzielle Zuwendung als Auszeichnung durch den BDR neben dem goldenen Pokal eine nette Geste für dieses Engagement in der Jugendarbeit und der damit verbundenen Erfolge.“ (ws)