Volleyball, Champions League

VfB Friedrichshafen

Ach Volley Ljubljana

3:0

Der VfB Friedrichshafen ist mit einem Pflichtsieg in die Saison der europäischen Elitevolleyballer gestartet. Die Mannschaft von Vital Heynen hatte dabei vor allem im ersten Satz große Schwierigkeiten, mit sich und dem Gegner aus Slowenien. Nach dem 36:34 aber setzte sich die höhere Spielerqualität und Erfahrung der Gastgeber letztlich doch noch deutlich (25:19, 25:15) vor 1247 Zuschauer in der ZF-Arena durch.

Vital Heynen hatte Jakub Janouch (Zuspiel), Bartlomiej Boladz (Diagonal), David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis (beide Annahme und Außenangriff), Andreas Takvam und Phil Collin in der Mitte sowie Libero Markus Steuerwald vor den Slowenen gewarnt. Zu Recht. Was die Mannschaft von Andrej Urnaut im ersten Durchgang zeigte, beeindruckte den VfB, der nicht so richtig ins Spiel zu finden schien (3:0, 4:5, 12:10, 16:14, 18:18, 24:23). „Wir haben gut gespielt“, lobte Urnaut, ehemaliger Kollege von Heynen bei Nooliko Maaseik, seine Spieler. „Wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, hätten wir den ersten Satz gewonnen.“ Chancen dazu hatte der VfB genug geboten. „Drei leicht Bälle haben wir nicht genutzt“, sagt Rok Satler. Der ehemalige VfB-Zuspieler (von 2005 bis 2006) ärgerte sich zurecht über die nicht genutzten Geschenke. Die Friedrichshafener benötigten acht Satzbälle zum glücklichen 36:34 für den Favoriten.

„Mit dem ersten Satz bin ich nicht zufrieden gewesen“, kritisiert Heynen einen nicht immer überzeugenden VfB Friedrichshafen. Der aber im entscheidenden Augenblick zurück in die Erfolgsspur gefunden hat, und „im zweiten und dritten Satz unser Spiel spielte“ (Heynen).

Jetzt machten die Friedrichshafener Volleyballer bereits mit dem Aufschlag Druck. Druck, dem „wir nicht mehr gewachsen waren“, wusste Urnaut, warum die Durchgänge zwei und drei deutlich an die Gastgeber gingen. Die setzten sich immer besser im Angriff durch, „gefüttert“ von einem 28-jährigen Tschechen, der so langsam „versteht, wohin ich will, versteht, welche Ideen ich habe“ (Heynen). Auch am Friedrichshafener Block bissen sich die Slowenen immer mehr ihre Zähne aus. Die Fehlerquote stieg in dem Maße, in dem sie sich beim VfB minimierte. „Man darf schlecht beginnen“, urteilt Athanasios Protopsaltis über den ersten Durchgang, „aber dann muss man sich im Spiel steigern, und das haben wir getan.“

Jetzt verlief das Duell einseitig „nur noch in eine Richtung“ (Satler). Der VfB, eine „Maschine“, sagt der zweite Zuspieler von Ljubljana. Dem Friedrichshafener Niveau hatte Ach nichts mehr entgegenzusetzen. Seine Mannschaft spiele in der slowenischen (derzeit Tabellenführer) und der mitteleuropäischen Liga (erst eine Niederlage) zu selten auf diesem Niveau, um mehr als einen Satz Paroli bieten zu können, erklärte Satler das glatte 0:3.

Große Zufriedenheit herrschte denn auch bei Vital Heynen und dem VfB Friedrichshafen, diese Partie tatsächlich zu Null gewonnen zu haben. „Das sind jetzt erst einmal drei wichtige Punkte“, sagte der VfB-Coach zufrieden. „Mal sehen, wohin sie führen.“