Herr Babür, neben dem sportlichen Teil, der Turnierorganisation, haben Sie zum vierten Mal eine Charity-Night mit ihrem Team organisiert. Wie waren Sie mit dem Verlauf zufrieden?

Insgesamt war das eine ganz runde Sache mit vielen Höhepunkten – der Sängerin Deborah Rosenkranz aus Stockach, dann aber auch mit tollen Zaubereinlagen und natürlich dem Fußball-Freestyler Patrick Bäurer. So etwas hatten wir noch nie im Programm. Auch die Interviews, etwa mit Weltmeister Guido Buchwald, waren abwechslungsreich, informativ und unterhaltsam. Schade war nur, dass eine ganze Reihe von eingeladenen Stadträten nicht reagiert haben.

Bisher haben Sie mehr als 60 000 Euro für die Mexiko-Hilfe des DFB eingespielt. 2019 soll es weiter gehen mit der Aktion „Kinder spielen für Kinder“. Beim Auftakt 2011 waren der KSC, der SC Freiburg oder der FC Luzern dabei, zuletzt wurde es mit Benfica Lissabon oder Besiktas Istanbul noch internationaler. Wie wollen Sie das noch steigern?

Zunächst einmal planen wir, die Charity-Night jährlich, das Nachwuchsturnier alle zwei Jahre zu veranstalten, denn das Turnier ist schon sehr aufwändig. Für das Turnier im kommenden Jahr sind wir in Kontakt mit dem FC Barcelona, aber auch mit Rapid Wien oder dem SC Freiburg. Die Grundstimmung ist sehr positiv, aber im Detail ist da noch nichts fixiert. Aufgrund der Terminlage werden wir aber wohl eher in den Spätsommer, in die Vorbereitung auf die Saison 20020/21 gehen. Unser Wunsch wäre es, wieder nach Böhringen zu gehen und mit mehreren Vereinen zu kooperieren, die dann natürlich auch teilnehmen dürfen.

Sie sind auch Trainer des Bezirksligisten Anadolu Radolfzell. Wie man hört, endet dort Ihr Engagement.

Ja, das ist die letzte Woche, nächste Woche verabschiede ich mich. Der Verein weiß Bescheid und ist auf der Suche nach einem Nachfolger.

In der Hinrunde gab es einige Irritationen. Sind da die Gründe zu finden?

Nein, ich hätte gerne bis zum Saisonende weitergemacht. Aber aus beruflichen Gründen verlege ich meinen Lebensmittelpunkt nach München.

Und wie sieht die Zukunft des Trainers Bülent Babür aus?

Ich würde gerne wieder eine ambitionierte Jugendmannschaft trainieren. Das wird eher schwierig, die Priorität liegt auf dem Beruflichen. Aber ich bin gut vernetzt und habe Kontakte in München. Gut, für die Bayern wird es wohl nicht reichen, aber vielleicht für die Sechziger.

Fragen: Jürgen Rössler
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