2. Volleyball-Bundesliga: SV Schwaig – TSV Mimmenhausen (heute, 19.30 Uhr, Hans-Simon-Halle). – Der Start aus der Weihnachtspause ist dem TSV Mimmenhausen nur zum Teil geglückt. Spielertrainer Christian Pampel und seine Volleyballer verloren vergangenen Sonntag die erste Partie des Jahres 2019 vor eigenem Publikum mit 2:3. Deshalb hatte der Aufsteiger in dieser Woche „ein wenig Arbeit“ (Pampel).

„Ich bin kein Trainer, der gleich nach dem Schlusspfiff in großer Runde die Erkenntnisse mit seinen Spielern bespricht“, antwortet der Diagonalangreifer auf die Frage nach der Ansprache. Eher in Einzelgesprächen mache er seinen Sportlern klar, wo die Fehler gelegen hätten, die zum ersten Verlust eines Tiebreaks in der 2. Liga geführt hatten.

„Die Annahme war unser großes Problem“, nennt er einen Grund für die Niederlage. Dazu kamen ein paar Unsicherheiten im Angriff. Außer der Annahme „waren aber alle anderen Elemente okay“, fasst Pampel die Partie zusammen, die nach den beiden Satzverlusten schon so gut wie verloren war. Aber auch das ist der TSV Mimmenhausen 2018/19: Niemals aufgeben, und ist die Lage auch noch so bescheiden. Nicht zuletzt die Fans im Bildungszentrum hatten ihr gerüttelt Maß an der Aufholjagd. Dass sie mit einer leisen Enttäuschung endete, lag wahrlich nicht an ihnen.

Auf die „Black Wall“ müssen Pampel & Co. heute verzichten. Umso wichtiger, dass die angesprochenen Defizite beim Tabellenzehnten abgestellt werden. Dabei ist sich Pampel des „Balanceaktes“ bewusst, zwischen sicherem Aufschlag, der wenig Druck auf die gegnerische Annahme macht, und dem risikoreicheren, aber fehleranfälligen. Hammelburg hatte es im Tiebreak vorgemacht, die Mitte zwischen Risiko und Sicherheit gefunden – und den Mimmenhausener Nerv getroffen. Das sollte in Schwaig nicht passieren. Muss auch nicht. „Im dritten und vierten Durchgang haben wir ja gesehen“, baut Pampel seine Spieler auf, „was möglich ist.“

"Aber von den „Einzelspielern her betrachtet“, sagt Pampel, „ist Schwaig klar besser besetzt als wir.“ Mindestens drei Profis seien im SV-Kader, erzählt er, trotzdem haben die Franken – mit einem Spiel mehr ausgetragen – wie der TSV sieben Siege eingefahren, und gerade mal drei Punkte mehr auf dem Konto als der Aufsteiger. Anreiz genug also für die Gäste, auch aus der Nähe von Nürnberg Punkte mit an den Bodensee zu bringen. Vorausgesetzt, das Mimmenhausener „Universalrezept“ (Pampel), der Aufschlag, kommt wie gewünscht und die Annahme minimiert ihre Fehler. Dann muss Pampel, „ich bin gerade beim Videostudium“, jetzt nur noch nach den Ursachen suchen, warum Schwaig, trotz besserem Kader, nicht weiter oben in der Tabelle steht; seine Erkenntnisse in erfolgversprechende Taktik umsetzen, dann spielt der TSV zumindest auf Augenhöhe.