Handball, 3. Liga: Trotz der Unsicherheit über die Ligazugehörigkeit in der nächsten Saison ist Meister HSG Konstanz in seinen Personalplanungen weit voran geschritten. Neuzugang Nummer vier ist ein weiteres vielversprechendes Toptalent. Michael Haßferter soll mit Simon Tölke und Maximilian Wolf ein bärenstarkes Torwart-Trio bilden. Der 23-Jährige kommt im Sommer vom Erstligisten HC Erlangen zur HSG, wo er einen Zweijahresvertrag erhält.

In Erlangen sammelte er unter anderem bei 19 Erstligaeinsätzen Erfahrungen. Teilweise auf spektakuläre Art. War unter anderem Matchwinner beim Sieg gegen Melsungen und verbuchte über alle Partien 40 Prozent parierte Würfe. Damit rangierte er am Saisonende auf Platz eins der Erstliga-Keeper in Sachen Abwehrquote. Haßferter lacht bei dieser Randnotiz: „Coole Erfahrungen.“ Aber er relativiert ebenso schnell: „Das über 34 Spiele zu zeigen, ist gut. Ich möchte weiterkommen und konstant dabei sein.“

Womit viel über den gebürtigen Nürnberger ausgesagt ist. Ehrgeiz treibt den jungen Mann an. Angefangen hat alles im Kindesalter. Die Mutter war begeisterte Handballspielern, die beiden älteren Schwestern und vor allem der ältere Bruder auch. Da der größere Bruder Torwart war, wollte Michael Haßferter dies auch sein. „So bin ich sogar als Linkshänder im Tor gelandet“, sagt er und schmunzelt.

Nun soll der nächste Schritt folgen. In Konstanz – obwohl Erlangen gerne mit ihm verlängert hätte. „Die HSG wird den Aufstieg schaffen, davon bin ich fest überzeugt“, unterstreicht der 1,88 Meter große Keeper. „Der nächste Schritt ist die 2. Bundesliga“, so Haßferter. „Dazu kommt die tolle Halle, in der richtig etwas los ist. Das ist für die 3. Liga Wahnsinn.“

Andre Melchert, Sportlicher Leiter der HSG Konstanz, traut ihm viel zu. „Ein sehr guter Torwart“, lobt er, „mit einem guten Stellungsspiel. Wir wollten uns auf der Position noch breiter aufstellen, damit wir Verletzungen und Leistungsschwankungen, die junge Torhüter immer haben können, leichter auffangen können.“ Bei der HSG wird auch nächste Saison der Defensive und den Torhütern eine sehr wichtige Rolle zukommen, sodass der Sportchef ausgesprochen glücklich über die Zusage des umworbenen Talentes ist. „Das zeigt den Stellenwert, den wir uns erarbeitet haben.“

Deshalb umreißt Haßferter seine Ziele mit persönlicher Weiterentwicklung, dass er bereit für die 2. Bundesliga ist. „Die HSG ist eine Topadresse für junge Spieler, wo ich Strukturen für harte Arbeit und eine Weiterentwicklung vorfinde.“ Die beinhaltet ein Studium an der Exzellenzuniversität Konstanz. „Ich freue mich“, erklärt Haßferter, „auf ein komplett neues Umfeld, den Bodensee, die tolle Stadt und vor allem das neue Team mit Trainer. Hier möchte ich meinen Betrag beisteuern.“