Kunstradsport: Die Baden-Württembergischen Meisterschaften der Junioren im Kunst- und Einradsport, eine Gemeinschaftsveranstaltung des Badischen und der Württembergischen Radsportverbandes, finden am Sonntag in Ravensburg statt. 60 Starter werden in der Sporthalle der Grundschule Weststadt um die U-19-Titel in neun Disziplinen in die Pedale treten. Es geht aber nicht nur um Titelehren, denn die Kunst- und Einradmannschaften wollen sich in Ravensburg auch für das DM-Halbfinale, den Junior-Mannschafts-Cup am 18. März in Lengerich in Westfalen qualifizieren. Für die 1er-/2er-Fahrer ist das Halbfinale das 3. Junior Master am 7. April in Elsenfeld (Bayern).

Die Messlatte liegt teilweise sehr hoch, dennoch sollte die Qualifikation für das DM-Halbfinale machbar sein für die vier Teams des RMSV Aach. Neben den Hegauern ist mit dem Einradteam des RV Klengen eine weitere Mannschaft aus dem Radsportbezirk Hegau-Bodensee am Start. Im 1er Kunstrad treten Tina Menzer (RMSV Orsingen) und Leona Bernhard (Nenzingen) bei den 1er Juniorinnen an. Hier heißen die Medaillenanwärterinnen Sandra Roller (Nufringen), Victoria Wernet Garcia (Poppenweiler), Anastasia Bechtold (Hemsbach) und Melia Niedermayer (Denkendorf). Im ersten der zwei Elfer-Blöcke sind Tina Menzer (Orsingen) und Leona Bernhard (Nenzingen) an der Reihe. Beide hoffen, mit einem fehlerfreien Vortrag den einen oder anderen Platz gutzumachen. Ihre Medaillenchancen sind gleich Null, aber vielleicht können sie die geforderten 95 Punkte fürs DM-Halbfinale erreichen. Bei den Jungs ist der Deutsche Juniorenmeister und Vize-Europameister Simon Köcher (Öschelbronn) favorisiert. David Mayer (Tailfingen), Emilio Arellano (Oberjesingen) und Marvin Staudenmaier (Herbrechtingen) werden wohl die restlichen Medaillen unter sich ausmachen.

Während im 1er und 2er Kunstrad die Starterfelder zu 75 Prozent mit Sportlern aus Württemberg besetzt sind, die Badener nur geringe Medaillenchancen haben, greifen bei den Mannschaften auch Teams aus dem Bezirk Hegau-Bodensee nach dem Landesmeistertitel. Im 4er Kunstrad der Juniorinnen hat das Aacher Quartett 211,7 Punkte eingereicht und damit die höchste Schwierigkeit. Mit etwas Abstand folgen Varnhalt (194,3) und Denkendorf 189,2). Die beiden müssen auf Fehler der Aacherinnen hoffen, wollen sie Landesmeister werden. Im 4er Einrad der Juniorinnen starten gleich neun Quartette. Die Deutschen Meisterinnen aus Varnhalt haben mit 159,7 die höchste Schwierigkeit eingereicht. Aach mit 151,5, Stuttgart (150,6) sowie Denkendorf mit 147,9 Punkten werden vermutlich um die Medaillen fahren. Ein Patzer in dieser Disziplin – und die Medaille ist weg. Das Quartett des RV Klengen und die restlichen Teams werden wohl nicht in den Vierkampf um die Medaillen eingreifen können, aber die geforderte Qualifikationspunktzahl zum DM-Halbfinale sollte mit etwas Glück machbar sein.

Die beiden 6er Disziplinen werden in einer offenen Klasse ausgefahren, das heißt, dass Juniorinnen, Junioren und gemischte Mannschaften am Start sind. Das Starterfeld im 6er Einrad führt der KRS Rebland Varnhalt mit 159,4 Punkten an. 1,1 Punkte weniger hat das Sextett des RMSV Aach. Im 6er Kunstrad hat Aach mit 181,4 die meisten Punkte eingereicht. Die Hegauer tragen die Favoritenbürde, denn Ebnat hat nur 106,4 eingereicht.

„Wenn es im Moment auch noch nicht bei allen im Training ganz rund läuft, so heißt das vorrangige Ziel, dass sich alle Mannschaften für das DM-Halbfinale in Lengerich qualifizieren“, so Aachs Chef-Coach Katja Gaißer. (ws)