Segeln: Starboot-Segler Hubert Merkelbach aus Überlingen war bei der Europameisterschaft im italienischen Riva am Gardasee am Start. Bei der mit 95 Booten größten EM aller Zeiten. Zum ersten Mal trugen die Weltverbände ISCYRA (International Star Class Yacht Racing Association) und die Star Sailors League einen gemeinsamen Wettbewerb aus. „Wir hatten noch nie so viele Teilnehmer bei einer EM“, sagte Merkelbach, der als Präsident der ISCYRA maßgeblich daran beteiligt war, dass es diese Premiere mit einem hochklassigen Teilnehmerfeld mit fünf Olympiasiegern, 23 Weltmeistern und 15 olympischen Medaillengewinnern gab.

Viertelfinale das Ziel

Der Modus: Die ersten zehn qualifizieren sich nach neun Wettfahrten fürs Viertelfinale. Davon träumten Hubert Merkelbach und Vorschoter Markus Koy. „Wir haben die Teilnehmerliste gesehen und gesagt, ein Platz unter den Top 20 wäre echt super.“ Träume sind zum Erfüllen da, auch wenn es nach dem ersten Tag alles andere als danach aussah. Mit den Plätzen 20 und 22 hatte das Duo deutlichen Rückstand.

Rang fünf knapp verpasst

Der zweite Tag änderte alles. Mit den Rängen neun, sechs und fünf katapultierten sich Merkelbach/Koy unter die besten Zehn. Einen herben Dämpfer gab es an Tag drei mit nur einer Wettfahrt; der Überlinger gehörte auch zu den sieben Frühstartern. Mit Rang elf am vorletzten Tag lagen Merkelbach/Koy aber wieder unter den ersten Zehn. Am Schlusstag zeigten sie Nervenstärke und segelten als 13. und Sechste auf den kaum für möglich gehaltenen zehnten Platz. Im Viertelfinale waren acht Boote. Es ging darum Fünfter zu werden. Merkelbach/Koy segelten lange um Platz vier, verloren nach der zweiten Wende etwas den Anschluss und mussten sich mit Rang sechs zufrieden geben, wurden Gesamtachter.

„Wir hatten einen super Speed“

„Wir sind top zufrieden mit dem Platz“, sagt Hubert Merkelbach. „Wir haben im Viertelfinale zwei Weltmeister hinter uns gelassen. Es hatte sehr viel Wind, es war kalt und regnete“, fasste er die Bedingungen zusammen. „Wir mussten uns zwar durchbeißen, hatten aber einen super Speed und sind gut in die Manöver gekommen.“ Damit schauen Merkelbach/Koy auf einen hervorragenden Saisonstart zurück.