Tischtennis: Die Hungarian Open in Budapest ist eine der wenigen Veranstaltungen in Europa, an der Nationalmannschaften, Landesverbände sowie berechtigte Vereinsspieler ihre Leistungsstärke direkt miteinander vergleichen. Das Teilnehmerfeld umfasste neben europäischen Nationalmannschaften aus Ungarn, Frankreich, Dänemark, Tschechien, Slowakei, Österreich auch die hessischen, bayrischen und niedersächsischen Landesverbände sowie die Vertretungen aus Aserbaidschan und der Ukraine.

Melanie Merk startete für den TTC Beuren. Ihr Trainer Rudi Stumper, der durch vergangene Teilnahmen bereits in Ungarn bekannt war, stellte ihr Oana Stanusila, die Nummer elf ihrer Altersklasse in Rumänien, für den Teamwettbewerb zur Seite. Dieser besteht aus vier Einzeln und einem Doppel. Hierbei schlossen die beiden die Vorrunde ohne Punktverlust ab. In der K.o.-Phase besiegten sie zunächst Ungarn IV mit 3:0, im Viertelfinale schickten sie die erste Mannschaft Hessens mit 3:1 vom Tisch. Erst in einem dramatischen Halbfinale verloren Merk/Stanusila nach einem im fünften Satz knapp verlorenen Doppel mit 3:2 gegen Ungarn I. Das Finale entschied dann die Auswahl Frankreichs für sich.

Melanie Merk wies mit 10:0 gewonnenen Spielen in diesem Wettbewerb die beste deutsche Einzelbilanz auf. Trotzdem war bei ihr im Einzelwettbewerb in der Runde der letzten 16 gegen die spätere Turniergewinnerin Kendri Molnar (Ungarn) mit 0:3 Schluss, obwohl Melanie diese im Teamwettbewerb noch mit 3:2 geschlagen hatte. (bin)