Handball, Bundesliga, A-Jugend

SV Zweibrücken

HSG Konstanz

28:32 (13:12)

Die HSG hat es erneut geschafft: Auch kommende Saison tritt sie in der Jugend-Bundesliga an. Nach dem ersten Teil des Mammut-Programms mit zwei Spielen in 20 Stunden war nach dem 32:28 in Zweibrücken und den Niederlagen der Konkurrenz alles klar. Damit ist der HSG Platz fünf schon vor dem letzten Spieltag nicht mehr zu nehmen und sie gehört in der kommenden Spielzeit zum achten Mal im neunten Jahr des Bundesliga-Bestehens zu den in der dann nochmals verkleinerten Bundesliga besten 40 Mannschaften der Bundesrepublik.

HSG Konstanz gehört zu den 40 besten Teams von Deutschland

Nur noch zehn Teams umfasst jede Staffel – und Konstanz ist erneut dabei. Mit einem Kraftakt tütete das Team von Thomas Zilm und Daniel Behrendt die achte Bundesliga-Qualifikation vorzeitig ein. Wie im Vorjahr wird sie Platz fünf belegen. Ein Erfolg, der unter den Vorzeichen des enormen Verletzungspech über fast die komplette Saison und des extrem jungen Kaders mit vielen B-Jugendlichen umso höher zu bewerten ist. 13 der 21 Punkte wurden in der Rückrunde erspielt und sind Ausdruck der positiven Entwicklung.

"Es lief alles wie geplant und war gut organisiert"

„Es lief alles wie geplant und alles war gut organisiert“, freute sich Zilm über eine optimale Vorbereitung, die sich im Spiel gleich bemerkbar machte. Konstanz führte vom Start weg (4:2), schlug ein extrem hohes Tempo an. Zweibrücken war darauf bedacht, das Tempo zu verschleppen. Dafür hatte der körperlich robuste Gastgeber sehr gefährliche Rückraumspieler, die sich gegen die immer wieder zu passive HSG-Deckung durchsetzten. Nach der Pause drehten vor allem Niklas Duffner und Jugend-Nationalspieler Luca Mastrocola mächtig auf. Dazu kam in Moritz Ebert ein bärenstarker Rückhalt im Tor. Mit dem 15:14 war der Umschwung geschafft. Das 20:20 musste Konstanz zwar noch hinnehmen, danach stürmten die Gelb-Blauen davon (29:25) und feierten mit dem Erfolg eine Vorentscheidung, die einen Tag später endgültig wurde.

Von Anfang an auf die Tube gedrückt

„Wir haben von Anfang an auf die Tube gedrückt“, lobte Zilm. Dabei hatten alle Spieler – trotz einiger Wechsel – Verantwortung übernommen. „Die Jungs haben gezeigt, dass sie unbedingt gewinnen wollen.“ Die breite Bank war mit entscheidend, dass Konstanz das Tempo hoch halten konnte. Nach einem gemeinsamen Essen fiel die ganze Reisegruppe in Göppingen erschöpft in ihre Betten. Um 12 Uhr waren die HSG-Talente beim Tabellenzweiten Göppingen schließlich schon wieder gefordert.

HSG Konstanz: Ebert (Tor); Kirschmann, Fehrenbach (4), Eich (2), Reiff, Sauter, Berger, Wangler (4), Koch, Duffner (9/1), Mastrocola (12/5), Sahin (1), Küchler.

In Göppingen schwanden langsam die Kräfte

Frisch Auf Göppingen

HSG Konstanz

32:29 (15:11)

Göppingen wirkte zunächst total überrascht vom hohen HSG-Tempo. Erst nach 18 Minuten kam sein Motor langsam in Schwung und bei der HSG schwanden trotz Wechsel und bravourösem Kampf langsam die Kräfte. Noch bemerkenswerter als die individuelle Klasse von Frisch Auf war allerdings die Konstanzer Reaktion: Noch einmal mobilisierten die Gäste im Endspurt des 120-Minuten-Auswärtsmarathons innerhalb von nur 20 Stunden alle Kräfte und kamen bis zum Schlusspfiff noch auf 29:32 heran.

HSG hat sich nicht hängen lassen

"Wir haben super aufgespielt“, meinte Zilm, „aber das Match zuvor steckte uns natürlich schon in den Knochen. Das Tempo der ersten 15 Minuten war so leider nicht durchzuhalten. Wir wollten uns aber nicht hängen lassen und einen guten Abschluss.“ Was gelang. Noch auf der Rückreise drang die Kunde von den Niederlagen der direkten Konkurrenten durch und die Freude über den Klassenerhalt war riesig. Stolz ist er vor allem auf die Entwicklung in der Rückrunde und den Einsatz jedes einzelnen Spielers im Training, Egal, wie oftl er schließlich zum Einsatz kam.

Thomas Zilm will schlagkräftige Truppe aufstellen

„Diese Jungs“, unterstrich er, „sind alle wichtig. Die anderen können sich nur dank ihres Einsatzes so gut entwickeln. Jeder hat seinen Beitrag zu diesem Erfolg geleistet.“ Nach einigen Höhen und Tiefen und einem begeisternden Ende ist Zilm angesichts der vielen Spieler aus dem jüngeren Jahrgang oder aus der B-Jugend zuversichtlich, eine „schlagkräftige Truppe“ für die achte Bundesliga-Saison formieren zu können.

HSG Konstanz: Ruf, Ebert (beide Tor); Fehrenbach (1), Eich, Reiff (1), Sauter (2), Berger, Wangler (3), Koch (1), Duffner (1), Mastrocola (14/3), Sahin (1), Küchler (5/1).