Handball, 3. Liga, Frauen

SV Allensbach

TuS Metzingen II

31:27 (17:16)

Drei Wochen Spielpause lagen vor der Partie hinter den Mannschaften in der 3. Liga Süd. Für den SV Allensbach kam diese Unterbrechung aufgrund Krankheiten und Verletzungen gerade recht. So waren pünktlich zum Spitzenspiel gegen die Bundesligareserve des TuS Metzingen nahezu alle Spielerinnen einsatzfähig.

Das Spiel begann dann hart umkämpft mit leichten Vorteilen für die Gastgeberinnen. Die Allensbacherinnen stellten eine aggressive Abwehr, und es gelang auch immer wieder, das Tempospiel in die Offensive umzusetzen. Doch die Metzingerinnen blieben vor allem dank ihrer individuellen Spielstärke dran. Beim Stand von 9:6 in der 15. Minute konnte sich der SVA erstmals auf drei Tore absetzen, was die Gäste sofort zur ersten Auszeit zwang. Sechs verschiedene Torschützinnen hatten sich bis dahin bereits aufseiten der Gelb-Blauen eingetragen, was die variable Spielweise widerspiegelt.

Bis zur 26. Minute verlief die Partie weiterhin zu Gunsten des SV Allensbach, und spätestens nach dem Treffer von Nadja Greinert zum 16:11 sah es nach einer deutlichen Halbzeitführung aus. Dann aber erlaubte sich die Mannschaft von Trainerin Sandra Reichmann und Teamchef Oliver Lebherz einige technische Fehler im Angriff und Unkonzentriertheiten in der Abwehr. Das nutzten die Metzingerinnen aus und konnten kurz vor dem Pausenpfiff sogar ausgleichen (16:16). Im letzten Angriff spielten die Gastgeberinnen aber nochmals Svenja Hübner am Kreis schön frei und gingen mit einer knappen Führung in die Halbzeit.

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte war erneut ausgeglichen. Eine erste Vorentscheidung dann in der 40. Minute, als Franziska Höppe zum 22:19 traf und die Allensbacherinnen wieder mit drei Toren in Front brachte. Diese Führung bauten sie zehn Minuten später sogar auf sieben Tore aus (29:22). Eine kluge taktische Maßnahme war in dieser Phase auch, die beste Spielerin der Gäste, Miriam Welser, in Manndeckung zu nehmen. Metzingen gab aber nicht auf und kämpfte sich nochmals bis auf drei Tore heran. Den Heimsieg gefährdeten sie damit aber nicht mehr. Sarah Rothmund setzte mit einem sehenswerten Rückraumtreffer den Schlusspunkt in einem im großen und ganzen für die knapp 250 Zuschauer sehenswerten Handballspiel. (asp)

SV Allensbach: Wörner, Kuntz, Leenen (alle Tor); Person (1), Rothmund (4), Baur, Allgaier, Greinert (5), Maier (4/3), Mayer, Höppe (3), von Kampen (5), Hübner (6), Scholl (3). – Z: 250.