Leichtathletik: Auf dem Weg zur U-20-Europameisterschaft im schwedischen Boras geht es für die Überlingerin Johanna Siebler am Wochenende um die letzte Hürde. Die Siebenkämpferin tritt in Bernhausen an, um eines der Tickets für die besten deutschen Mehrkämpferinnen zu ergattern. Die erste Hürde hat die 18-Jährige bereits vor gut zwei Wochen genommen. Mit 5571 Punkten erreichte sie in Halle nicht nur einen persönlichen Rekord, sondern auch die Norm, um für die EM nominiert zu werden. Jetzt geht es für Johanna Siebler darum, in Bernhausen unter die besten drei zu kommen, um sich das Ticket endgültig zu sichern.

5700 Punkte angepeilt

Das Mehrkampf-Meeting bei Stuttgart ist zum einen die baden-württembergische Meisterschaft der Mehrkämpferinnen, zum anderen aber auch der Nominierungs-Wettkampf zur Europameisterschaft. „Wenn alles normal läuft, sollte ein Platz unter den ersten drei kein Problem sein“, sagt Johanna Siebler, die vor zwei Jahren bereits Vize-Weltmeisterin in der Klasse U18 wurde. Allerdings ist die Überlingerin bekannt für ihren Ehrgeiz und legt noch nach: „Ich peile trotzdem auch die 5700-Punkte-Marke an, das ist die Norm für den Bundes-Perspektivkader. Das wäre ein super Zusatz.“

Intensive Vorbereitung

Nach dem überzeugenden Wettkampf vor zwei Wochen in Halle hat sich die Siebenkämpferin intensiv vorbereitet. „Wir haben gezielt trainiert und zahlreiche Test durchgeführt“, sagt ihr Trainer und Vater Bernd Siebler. „Es lief alles perfekt. Johanna hat die Sollvorgaben übertroffen, sodass einem erfolgreichen Wettkampf nichts im Wege steht.“ Allerdings weiß auch er, dass in einem Siebenkampf immer alles passieren kann. „Wenn Johanna aber die Routine und die Professionalität wie in Halle an den Tag legt, sollte die Qualifikation klappen“, so Bernd Siebler. (mag)