Handball, Testspiel:

HSG Konstanz

HC Kriens-Luzern

25:26 (15:15)

Im dritten Testspiel konnten die Zweitliga-Handballer der HSG Konstanz nicht ganz an die überzeugenden ersten beiden Auftritte anknüpfen. Besonders ins Auge stachen die letzten Spielminuten, als die Gelb-Blauen eine 25:23-Führung mit leichtsinnigen Fehlern aus der Hand gaben und sich noch mit 25:26 (15:15) geschlagen geben mussten.

Kapitän Tim Jud unzufrieden

„Wir können nicht zufrieden sein, dass wir so ein Spiel verlieren“, sagte Kapitän Tim Jud. „Vor allem aber auch über die Art und Weise. In der Abwehr ist noch viel Potenzial nach oben.“ Zwar waren die letzten Spielminuten mit leichtfertigen Ballverlusten und technischen Fehlern besonders auffällig. Doch die Probleme lagen tiefer. Auch Sportchef Andre Melchert ordnete das Geschehen „als kein gutes Spiel“ ein. Angesichts des Schrittes zurück im Defensivverbund wurde er deutlich: „Auf die Abwehrleistung in den 60 Minuten können wir nicht stolz sein.“ Grundlegend ändern müsse sich hier das Verhalten, appellierte er an seine Spieler. Obwohl nur ein Testspiel, „muss da mehr Körperkontakt und Aggressivität rein“, so Melchert etwas verärgert.

Torhüter Tölke auf sich gestellt

Die Lücken, die dem Manager missfielen, waren auch nicht zu übersehen. Allzu oft konnte sich der Schweizer Nationalliga-A-Vertreter relativ unbedrängt zum Torwurf begeben, sodass Keeper Simon Tölke oft auf sich gestellt war. Seine beiden Mitstreiter Maximilian Wolf und Michael Haßferter fehlten studiumsbedingt. Haßferter etwa absolvierte seine letzte Prüfung in Nürnberg und wird am Samstag beim Riva-Cup in Backnang wieder dabei sein.

HSG gibt Führung ab

Nach dem 15:15 zur Pause konnte die HSG nach dem Seitenwechsel zunächst noch einen Gang zulegen – zumindest in der Vorwärtsbewegung. Hier gab es von Melchert nichts zu kritisieren. „Das hat gut gepasst, lobe er. „Wir haben den Ball schnell laufen lassen und den Kreisläufer gut eingesetzt.“ Sechsmal war Fabian Wiederstein so erfolgreich, Michel Stotz steuerte einen weiteren Treffer aus der Nahdistanz bei. Bis drei Minuten vor Schluss hatte die Zwei-Tore-Führung Bestand (25:23), hier jedoch blieb die HSG bis zum Abpfiff ohne Torerfolg und verlor noch 25:26.

Mit Blick auf das Turnier am Samstag gilt es, aus den Fehlern zu lernen. Favorit ist Zweitliga-Konkurrent TuSEM Essen, weitere Gegner sind Gastgeber Oppenweiler/Backnang, Pfullingen und Essen.

HSG: Tölke (Tor); Stotz (1), Schlaich (1), Czakó (1), Hild, T. Wolf (1), Wiederstein (6), Kaletsch (9/7), Krüger (1), Beckmann, Braun (1), Jud (2), Wendel (2).