Handball, Testspiel

HSG Konstanz

VfL Pfullingen

37:27 (18:12)

Ohne die Verletzten Tim Jud, Samuel Wendel und Fabian Maier-Hasselmann zeigte die HSG Konstanz von Beginn an große Spielfreude in der Offensive. Recht zufrieden zeigte sich angesichts des couragierten und schnell geführten Auftritts seiner Mannschaft auch Daniel Eblen. „Für das erste Spiel war das ganz okay“, fand er. „Mit dem Angriff war ich zufrieden.“

Konnte er auch, angesichts insgesamt 37 eigener Treffer seiner jungen Mannschaft. Mit 27 Gegentoren konnte und wollte sich der Konstanzer Cheftrainer allerdings nicht anfreunden. „In der Abwehr“, bemängelte er, „gab es ein paar Sachen, die nicht so gelaufen sind, wie wir uns das vorstellen.“ Zwar sei es nur und erst das erste Spiel der Vorbereitung gewesen, ohne spezielle Vorbereitung auf den Gegner, „doch das muss besser passen“, so der 44-Jährige. „Aber dafür ist noch etwas Zeit.“

Auf der Torhüter-Position konnte Neuzugang Michael Haßferter (HC Erlangen) in der zweiten Hälfte schon einige Paraden für sich verbuchen. Die beiden anderen Neuen in den Reihen der an diesem Tag ganz in blau gekleideten Gelb-Blauen konnten sich zudem direkt mehrfach in die Liste der elf verschiedenen Torschützen eintragen, sodass alle Feldspieler zum Torerfolg kamen. Fynn Beckmann traf dreimal, Áron Czakó (beide HBW Balingen-Weilstetten) war zweimal erfolgreich.

Über das Tempo im eigenen Aufbau freute sich Eblen, ärgerte sich aber gleichzeitig über zu viele Gegentore. „Dafür hätte ich auch in Kauf genommen, vorne nicht alle Tore zu machen. Das können wir besser.“ Doch alles in allem hat der Auftritt der HSG Konstanz durchaus Lust auf mehr gemacht, obwohl der HSG-Coach darin, wie üblich, ein Muster ohne Wert sieht. Ob der hohe Erfolg gegen den in der letzten Spielzeit so unbequemen Kontrahenten nun auf die eigene gestiegene Qualität, eine eigene gute Leistung oder aber auf einen schlechten Tag des Gegners zurückzuführen ist, wollte er nicht einordnen. „Keiner weiß um die Bedeutung dieses Spiels“, erklärt er. „Wie weit sind beide Teams, was für Schwerpunkte wurden gesetzt“, seien dabei die offenen Fragen. Ohne Fragen blieb die Offensivleistung: „Flüssig und gut“, urteilte der Übungsleiter. Im nächsten Test am 20. Juli, 18 Uhr, in Rottweil gegen Erstliga-Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten wird seine Mannschaft ein anderes Spiel und ein echter Hochkaräter erwarten. Gut möglich, dass dann schon mehr Rückschlüsse auf den aktuellen Leistungsstand möglich sind als nach dem einseitigen Vergleich gegen Pfullingen.

HSG Konstanz: M. Wolf, Tölke, Haßferter (alle Tor); Stotz (1), Schlaich (3), Hild (1), T. Wolf (7), Wiederstein (4), Kaletsch (4/3), Krüger (4), Braun (5), Keupp (3), Beckmann (3), Czakó (2).