Handball, Oberliga

HSG Konstanz II

NSU Neckarsulm

27:25 (14:12)

Selbst gegen Neckarsulm, eine der besten Rückrundenmannschaften, hat sich die HSG durchgesetzt. Umso erstaunlicher, da mit Volz, Ebert, Braun, Hadlich, Both und Mauch sechs Leistungsträger fehlten. Die Drittliga-Reserve steht weiter auf Platz vier.

Trainer Matthias Stocker überrascht

Wie Saisonsieg Nummer 16 zustande kam, überraschte Trainer Matthias Stocker nicht nur, auch ganz zufrieden war er nicht. „Das ist Jammern auf sehr hohem Niveau“, stellte er zwar fest, dennoch kamen die HSG-Talente in der Offensive so gut wie nie an die starken Leistungen der vergangenen Wochen heran. Das lag teilweise am körperlich sehr robusten Gegner, vor allem aber an einer Vielzahl von Fehlern und vergebenen freien Chancen. „Ich hatte damit gerechnet, dass es genau anders herum läuft. Dass wir angesichts der Tabellensituation vor allem im Angriff gut spielen und in der Abwehr vielleicht Probleme bekommen.“ Es kam umgekehrt.

Lukas Herrmann mit starkem Comeback

Über die „sehr starke Abwehr“ mit Torwart Lukas Herrmann bei seinem Comeback freute sich Stocker. „Wir sind richtig gut zusammengestanden. Mit der nötigen Aggressivität und Leidenschaft.“ Was die Offensive anging, nahm er kein Blatt vor den Mund: „Was wir in der ersten Halbzeit in Ballbesitz gespielt haben, war sehr schwach. Da fehlte die letzte Konzentration, Feuer und das Hirn.“ Dadurch gelang es den Gelb-Blauen nicht, sich abzusetzen. Das wurde auch nach dem Seitenwechsel nicht wirklich besser.

Auf die Defensive war Verlass

„Wir haben unheimlich viel verworfen. Dadurch kam Unsicherheit ins Spiel.“ Auf die Defensive war jedoch Verlass und mit etwas breiterem Spiel und besserer Einbindung der Außen sowie guten Entscheidungen aus dem Rückraum riss Konstanz das Ruder herum. „Wie die Jungs dagegen gehalten haben, in einem Spiel, in dem es nicht richtig lief, war super. Über die kämpferische Einstellung und den Willen haben wir es noch umgebogen und verdient gewonnen.“ (joa)

HSG Konstanz II: Gemeinhardt, Herrmann (Tor); Mittendorf, Gottesmann, Mack (2), Löffler (4), Fehrenbach (3/2), Schweda (4/1), Merz, Lauber (6), Storz (3), Hild (4), Dahm, Michelberger (1).

Steißlingen zittert sich zum Sieg

TuS Steißlingen

TSV Zizishausen

28:25 (18:11)

Der TuS Steißlingen hat einen enorm wichtigen Sieg einfahren können und damit bleibt die Hoffnung auf den Klassenerhalt erhalten. In einer intensiven und kampfbetonten Begegnung war der TuS die bessere Mannschaft, macht es aber wieder einmal unnötig spannend und musste bis zum Ende um beide Punkte zittern.

Motivierte blau-weiße Handballer

Dabei war allen Beteiligten klar, dass bei einer Niederlage der Abstieg wohl nicht mehr zu verhindern wäre. Entsprechend motiviert gingen die Blau-Weißen ins Spiel. Aufgrund einer starken Deckung ging Steißlingen sogleich in Führung, doch auch Zizishausen kämpfte sich in die Partie, es hätte mit einem Sieg den Klassenerhalt feiern können (4:5, 9.). In der Folge entwickelte sich eine enge Begegnung, in der sich zunächst keine Mannschaft absetzen konnte. Der TuS hatte vor allem im Positionsangriff wieder Probleme mit der kompakten 6:0-Abwehr der Zizishausener und so führten die Gäste erstmals (8:7. 15.). Die schien aber eine Art Weckruf zu sein für die Hegauer. Die legten los wie die Feuerwehr, die Abwehr agierte hervorragend als Kollektiv und es ging mit hohem Tempo in den Gegenstoß (13:9, 22.). Mit einem Timeout den TuS-Lauf unterbrechen, funktionierte nicht. Steißlingen war kaum zu bremsen und zog bis zur Halbzeit auf sieben Tore davon.

Noch war die Partie nicht gelaufen

Allerdings war klar, dass trotz des Vorsprungs die Partie noch nicht gelaufen war; die Konzentration hochhalten klappte genau nicht. Der TuS spielte zwar schnelle Bälle, vergab diese wieder reihenweise und scheiterte unzählige Male am starken Torhüter Kai Augustin. Fünf Strafwürfe wurden im zweiten Spielabschnitt vergeben, in der ersten Viertelstunde nur drei Tore erzielt. Die Gäste (22:22, 48.) glichen aus. Aufgrund der mangelhaften Chancenverwertung drohte eine bittere Niederlage. Glücklicherweise lief es für Zizishausener nicht besser, sie trafen acht Minuten lang nicht. Das nutzte der TuS (25:22, 55.). Der Sieg war zum Greifen nahe. Spätestens mit dem 27:24 von Marvin Storz war das Spiel entschieden.

Jetzt punktgleich mit Weilstetten

Durch den Sieg ist der TuS punktgleich mit dem Zwölften Weilstetten. Der Platz reicht unter Umständen zum Klassenerhalt. Nach Ostern kommt es zum Showdown mit dem TVW. (mw)

TuS Steißlingen: Walter, Leon Sieck (beide Tor); Biedermann (3), Euchner, Klotz, F. Maier (3), Stefan Maier (1), Steffen Maier (4), Lennart Sieck (5), Rothkirch (2), Storz (2), Ströhle (4), Wangler (1), Wöhrle (3/2).