Handball, Oberliga

HSG Konstanz II

SG Pforzheim/Eut.

34:30 (18:16)

Am Ende gingen gleich mehrere Serien auf einmal zu Ende. Der Tabellenzweite SG Pforzheim/Eutingen verlor nach zuvor sieben Siegen in Folge wieder, kassierte dabei die erste Auswärtsniederlage in dieser Saison überhaupt, und gleichzeitig gelang der HSG Konstanz II mit dem 34:30 (18:16)-Erfolg nach zuvor acht sieglosen Partien in Serie der ersehnte Befreiungsschlag. Mit nun 19:15 Punkten schob sich die Reserve des Drittliga-Tabellenführers auf Rang sechs der Oberliga.

Nach der Überraschung gegen den Drittliga-Absteiger machte sich schließlich eine „riesige Freude“, so Matthias Stocker, in den Reihen des Konstanzer Talentteams breit. „Schließlich“, grinste der HSG-Coach, „war dieses Gefühl eine Weile nicht mehr da.“ Genau wie die Unbekümmertheit, die die jüngste Mannschaft der Liga wieder zur Höchstform aufliefen ließ. Obwohl die Begegnung keine für die Defensivreihen war, war die höhere Intensität in der Deckung der HSG deutlich zu sehen. Dadurch kam auch immer wieder ihr brandgefährliches Umschaltspiel zur Entfaltung. Dies allein war jedoch nicht Grundstein für den so nicht erwarteten Sieg.

Beide Mannschaften waren in allerster Linie über ihre guten Außen erfolgreich. Patrick Volz von links, mit zehn Treffern erfolgreichster Schütze der Partie, und Alexander Lauber (sechs Tore) sowie Felix Fehrenbach (zwei) von rechts zeigten ihre Klasse und waren die Hauptakteure, die sich in die Statistiken eintrugen. Nicht sichtbar ist darin, „wie der Rückraum dafür 60 Minuten gearbeitet hat“, meinte Stocker. „Wir haben die 3:2:1-Deckung gut auseinander gespielt und damit für gute Winkel für die Außen gesorgt.“ Dadurch kam die HSG in einen „Flow“, wie der HSG-Coach meinte, glücklich und sehr zufrieden über die sehr gute Teamleistung seiner Mannschaft. Ein Sonderlob bekamen seine Flügelspieler dennoch, für ihre „Top-Quote.“

Nach ausgeglichenem Beginn (7:7/13.) konnten die Gelb-Blauen sich ein erstes Mal mit drei Toren absetzen, ehe Anfang der zweiten Halbzeit der am Ende entscheidende Zwischenspurt vom 21:19 zum 25:19 nach 41 Spielminuten gelang. Weil Kai Mittendorf und Rückkehrer Manuel Both im Innenblock hervorragend ackerten und um jeden Zentimeter kämpften und dadurch Torwart Sven Gemeinhardt auftrumpfte. In seinem ersten Spiel in dieser Saison nach langer Verletzungspause parierte dieser nun einige wichtige Bälle.

Nachdem Patrick Volz zum 30:24 vollendet hatte (49.), gab es nur noch einmal eine kritische Situation zu überstehen. Doch als Pforzheim dreieinhalb Minuten vor dem Ende durch einen Siebenmeter auf 30:32 verkürzen konnte, waren es erneut die Außen, die den Deckel auf den 34:30-Heimsieg der Konstanzer setzten. Patrick Volz und Alexander Lauber ließen ihr Team jubeln und schenkten der besten Abwehr der Liga Treffer Nummer 33 und 34 ein. Für Stocker der Lohn einer „brutalen Teamleistung“, in der jeder wieder an sein Leistungsvermögen anknüpfen konnte. „Samuel Löffler war frisch, Joschua Braun hat uns gut getan, Hadlich und Mauch haben sich auf Mitte gut ergänzt“, erklärte er.

HSG Konstanz II: Ebert, Gemeinhardt (Tor); Mauch (2/1), Mittendorf (1), Both (1), Mack (1), Löffler (5), Fehrenbach (2), Merz, Lauber (6), Volz (10), Braun (5), Dahm, Hadlich (1).